Der versteckte Preis des ständigen Entgegenkommens: Wie das Unterdrücken von Gefühlen Autoimmunerkrankungen auslösen kann

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Jan , 28. 01. 2026

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Auf den ersten Blick scheint es eine Tugend zu sein. Immer zustimmen, helfen, nachgeben, keinen Konflikt provozieren und um sich herum Ruhe bewahren. Viele Menschen gewöhnen sich so sehr an diese Lebensweise, dass sie sie für normal halten. Doch moderne Forschungsergebnisse zeigen, dass das langfristige Unterdrücken von Gefühlen und das Bedürfnis, anderen ständig entgegenzukommen, ernsthafte Auswirkungen auf die Gesundheit haben kann – einschließlich eines erhöhten Risikos für Autoimmunerkrankungen.

Was als Bemühung beginnt, ein „netter Mensch“ zu sein, kann sich allmählich in einen stillen, aber erschöpfenden inneren Kampf verwandeln, den der Körper früher oder später zu spüren bekommt.

Unterdrückte Gefühle als Quelle chronischen Stresses

Menschen, die Konflikten aus dem Weg gehen, „ja“ sagen, obwohl sie „nein“ fühlen, oder langfristig Wut, Trauer oder Frustration unterdrücken, leben oft in einem permanenten Stressmodus. Der Körper unterscheidet nämlich nicht zwischen physischer Bedrohung und emotionalem Druck.

Fachstudien bestätigen, dass bei diesen Menschen eine erhöhte Produktion von Stresshormonen, insbesondere von Cortisol, stattfindet. Kurzfristig kann Cortisol nützlich sein, aber bei langfristig erhöhten Werten stört es das Gleichgewicht des Organismus.

Chronisch erhöhtes Cortisol fördert Entzündungsprozesse, schwächt das Immunsystem und beeinträchtigt dessen Fähigkeit, zwischen eigenen Zellen und fremden Stoffen zu unterscheiden.

Wenn das Immunsystem sich gegen den eigenen Körper richtet

Autoimmunerkrankungen entstehen, wenn das Immunsystem beginnt, eigene gesunde Zellen anzugreifen, weil es sie fälschlicherweise als Bedrohung einstuft. Zu den häufigsten Autoimmunerkrankungen gehören:

  • rheumatoide Arthritis
  • Lupus
  • Hashimoto-Thyreoiditis (Autoimmunerkrankung der Schilddrüse)
  • bestimmte entzündliche Darmerkrankungen

Forschungen deuten darauf hin, dass langfristiger emotionaler Stress, das Unterdrücken von Gefühlen und die Unfähigkeit, persönliche Grenzen zu setzen, als Auslöser oder als bedeutender verschlechternder Faktor dieser Erkrankungen wirken können.

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Es geht nicht nur um die Psyche. Im Körper entsteht biologisches Chaos

Es handelt sich nicht nur um psychische Ermüdung oder ein Gefühl des Ausgebranntseins. Bei langfristiger emotionaler Überlastung kommt es zu realen biologischen Veränderungen im Körper.

Der Organismus eines Menschen, der ständig eigene Bedürfnisse unterdrückt und sich der Umgebung anpasst, bleibt in Alarmbereitschaft. Das Nervensystem ist dauerhaft aktiviert, der Spiegel entzündlicher Marker steigt und die Immunreaktionen werden chaotisch.

Es entsteht ein innerer Konflikt zwischen dem Bedürfnis nach äußerer Anerkennung und dem dringenden Bedürfnis des Körpers nach Ruhe, Sicherheit und Regeneration.

Heilung beginnt oft mit einem Wort: „nein“

Einer der Schlüsselschritte zur Wiederherstellung des Gleichgewichts ist die Fähigkeit, gesunde persönliche Grenzen zu setzen. Zu lernen, „nein“ zu sagen, ist kein Zeichen von Egoismus, sondern eine grundlegende Form der Fürsorge für die eigene Gesundheit.

Emotionale Ehrlichkeit und Respekt vor den eigenen Bedürfnissen helfen dem Körper, aus dem Stressmodus auszusteigen. Sobald der Stress nachlässt, sinkt der Cortisolspiegel und das Immunsystem kann sich zu stabilisieren beginnen.

Grenzen zu setzen bedeutet nicht, andere Menschen abzulehnen. Es bedeutet, die eigene Energie zu schützen, Erschöpfung vorzubeugen und Raum für physische sowie psychische Regeneration zu schaffen.

Geist und Körper funktionieren als eine Einheit

Moderne Medizin und psychosomatische Forschung bestätigen immer häufiger, dass Geist und Körper untrennbar miteinander verbunden sind. Wie lange wir Stress erleben, wie wir auf Druck von außen reagieren und ob wir unsere Emotionen respektieren, spiegelt sich direkt in unserem Gesundheitszustand wider.

Wenn Sie sich schuldig fühlen, weil Sie sich selbst den Vorzug geben oder eine weitere Aufforderung ablehnen, erinnern Sie sich daran, dass Ihr Körper jede Emotion wahrnimmt, die Sie unterdrücken.

Fazit

Ruhe, Selbstfürsorge und der Schutz eigener Grenzen sind kein Zeichen von Schwäche. Im Gegenteil – sie gehören zu den stärksten Entscheidungen, die Sie für Ihre Gesundheit treffen können.

Wahre Stärke liegt in der Erkenntnis, dass sich selbst den Vorzug zu geben nicht egoistisch, sondern heilend ist. Sowohl für Ihren Geist als auch für Ihren Körper.