Wissenschaftler bestätigen: Kinder, die mehr Berührungen und Umarmungen bekommen, haben ein besser entwickeltes Gehirn

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Jan , 28. 01. 2026

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Berührung, Nähe und Umarmung sind nicht nur Ausdruck von Liebe und Gefühlen. Die moderne Wissenschaft bestätigt heute, dass körperlicher Kontakt eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung des kindlichen Gehirns spielt, insbesondere in den ersten Monaten und Lebensjahren. Kinder, denen mehr liebevolle Berührung, Kuscheln und Umarmungen zuteilwerden, zeigen eine bessere neurologische Entwicklung, höhere Lernfähigkeit und stärkere emotionale Stabilität.

Das Gefühl von Sicherheit, das ein Kind in den Armen der Eltern erlebt, ist nicht nur ein subjektiver Eindruck. Es hat direkte biologische und neurologische Auswirkungen auf die Entwicklung des Gehirns, des Nervensystems und das zukünftige Verhalten.

Berührung als erste Sprache des Kindes

Bevor sich beim Kind Sehsinn oder Gehör entwickelt, ist der Tastsinn der erste Sinn, mit dem es die Welt erkennt. Ein Neugeborenes orientiert sich genau durch Berührung – Temperatur, Druck, Atemrhythmus und den Herzschlag der Eltern.

Laut Experten werden unmittelbar nach der Geburt mehrere instinktive Verhaltensphasen aktiviert, die auf physischen Kontakt mit der Mutter abzielen. Direkter Haut-auf-Haut-Kontakt hilft, zu stabilisieren:

  • die Körpertemperatur des Kindes
  • den Herzrhythmus
  • die Atmung
  • den Spiegel der Stresshormone

Gleichzeitig fördert es die erste Bindung zwischen Kind und Elternteil, die für seine weitere psychische und physische Entwicklung entscheidend ist.

Wie Berührung die Gehirnentwicklung beeinflusst

Studien, die in medizinischen Fachzeitschriften veröffentlicht wurden, zeigen, dass Kinder, die häufiger umarmt und massiert werden, aktivere Bereiche im Gehirn haben, die für Lernen, Gedächtnis, Emotionsverarbeitung und soziales Verhalten verantwortlich sind.

Das Gehirn eines Kindes entwickelt sich in den ersten Lebensjahren am schnellsten. Jede positive Berührung stimuliert neuronale Verbindungen und stärkt den sogenannten somatosensorischen Kortex – den Bereich des Gehirns, der körperliche Empfindungen verarbeitet.

Massagen und Kuscheln als Unterstützung einer gesunden Entwicklung

Studien zu Säuglingsmassagen haben eine Reihe positiver Effekte nachgewiesen. Bei Kindern, denen regelmäßig sanfte taktile Stimulation gewidmet wurde, traten auf:

  • bessere Schlafrhythmen
  • schnellere Gewichtszunahme
  • bessere Verdauung und Ausscheidung
  • geringere Reizbarkeit
  • bessere neurologische Aktivität

Bei zu früh geborenen Kindern waren die Ergebnisse noch ausgeprägter – bessere motorische Fähigkeiten, längere Wachheitsphasen und schnellere Entwicklung.

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Oxytocin: das Hormon der Liebe und Entwicklung

Einer der Schlüsselfaktoren, die hinter der positiven Wirkung von Berührung stehen, ist Oxytocin, häufig als Liebeshormon bezeichnet. Dieses Hormon wird beim Stillen, Kuscheln, Umarmen und bei körperlicher Nähe freigesetzt.

Oxytocin stärkt die Bindung zwischen Elternteil und Kind, fördert das Gefühl von Sicherheit und Vertrauen und beeinflusst gleichzeitig die Entwicklung von Hirnstrukturen, die mit Emotionen und sozialem Verhalten zusammenhängen.

Interessant ist, dass Oxytocin bereits in der Embryonalzeit an der Bildung von Gehirngefäßbahnen beteiligt ist.

Was passiert, wenn Berührung fehlt

Forschungen zeigen, dass ein Mangel an körperlichem Kontakt langfristig negative Auswirkungen haben kann. Kinder, denen objektiv weniger Berührung zuteilwurde, zeigten:

  • langsamere neurologische Entwicklung
  • schlechtere emotionale Regulation
  • höheren Stresspegel
  • geringere Fähigkeit, Beziehungen aufzubauen

Im Gegenteil konnten bereits 10–20 Minuten pro Tag gezielter Berührung bei einigen Kindern deren Entwicklungsindikatoren deutlich verbessern.

Berührung als Grundlage von Empathie und Beziehungen

Körperlicher Kontakt spielt auch eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung von Empathie. Durch Berührung lernt das Kind, den eigenen Körper und später auch die Körper anderer zu erkennen. Genau das ist die Grundlage für das Verstehen der Gefühle anderer Menschen.

Abschließende Zusammenfassung

Die moderne Wissenschaft bestätigt zunehmend, was Eltern über Generationen hinweg intuitiv wussten: Umarmungen, Berührung und körperliche Nähe sind für die gesunde Entwicklung eines Kindes unersetzlich.

Sie fördern das Gehirnwachstum, stärken das Immunsystem, stabilisieren die Emotionen und schaffen eine stabile Grundlage fürs ganze Leben. Ein Kind zu umarmen bedeutet, ihm mehr als nur Liebe zu geben – Sie schenken ihm eine gesündere Zukunft.