Das Pfeifen in den Ohren trieb mich zur Verzweiflung. Sie werden nicht glauben, was es tatsächlich verschlimmerte

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Jan , 28. 01. 2026

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Unangenehmes Pfeifen, Brummen oder Klingeln in den Ohren plagt derzeit eine enorme Anzahl von Menschen. Dieser Zustand wird fachlich als Tinnitus bezeichnet und kann viele Formen annehmen – von gelegentlichem leisem Rascheln bis hin zu intensiven Geräuschen, die den Alltag erheblich beeinträchtigen. Während manche Menschen ihn nur als kleines Unbehagen wahrnehmen, wird er für andere zu einer langfristigen Quelle von Stress, Müdigkeit und psychischer Erschöpfung.

Ausgerechnet psychische Belastung gehört zu den Faktoren, die den Tinnitus deutlich verschlechtern können – und oft merken wir es nicht einmal.

Was ist Tinnitus und wie entsteht er

Tinnitus ist ein subjektives Geräuschempfinden, das keine äußere Quelle hat. Man hört Pfeifen, Summen, Brummen oder Rauschen, obwohl in der Umgebung kein entsprechender Ton vorhanden ist. Diese Geräusche können kontinuierlich oder intermittierend, schwach bis sehr intensiv sein und in einem oder beiden Ohren auftreten.

In den meisten Fällen hängt Tinnitus mit einer Schädigung der Sinneszellen des Hörnervs im Innenohr zusammen, die Schallimpulse an das Gehirn weiterleiten. Sind diese Zellen gestört, beginnt das Gehirn, den Ton selbst zu erzeugen.

Warum Tinnitus junge und ältere Menschen betrifft

Bei älteren Personen ist die häufigste Ursache der natürliche Verschleiß des Hörnervs. Bei jüngeren Menschen tritt Tinnitus jedoch immer öfter auf, vor allem im Zusammenhang mit langfristiger Belastung durch lauten Lärm, der Nutzung von Kopfhörern bei hoher Lautstärke und chronischem Stress.

Studien zeigen, dass etwa jeder fünfte Mensch zumindest gelegentlich Tinnitus erlebt. Bei einem kleinen Prozentsatz der Menschen ist er jedoch so schwerwiegend, dass er die Lebensqualität deutlich vermindert.

Häufigste gesundheitliche Ursachen von Tinnitus

  • Kopf- oder Gehirnverletzungen
  • Otosklerose
  • hoher Blutdruck
  • Entzündungen und Infektionen des Ohrs
  • gutartiger Tumor des Hörnervs
  • Ohrenschmalz
  • Funktionsstörung der Eustachischen Röhre
  • einige Medikamente (z. B. Aspirin, Chinin, Antibiotika)
  • Anämie
  • Schilddrüsenstörungen
  • Herz- und Gefäßerkrankungen
  • Probleme mit dem Kiefergelenk

tinnitus

Wie die Diagnostik von Tinnitus abläuft

Untersuchungen werden in der Regel von einem HNO-Arzt durchgeführt. Die Diagnostik kann eine Hörprüfung, Gleichgewichtstests, Blutuntersuchungen und in einigen Fällen auch eine Magnetresonanztomographie (MRT) umfassen.

Gibt es eine wirksame Behandlung?

In den meisten Fällen gibt es leider keine universelle Lösung, die den Tinnitus vollständig beseitigen würde. Die Behandlung zielt in der Regel darauf ab, die Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern. Die Psyche spielt dabei eine sehr wichtige Rolle – Angst, Stress und ständiges Fokussieren auf das Geräusch können das Problem erheblich verschlimmern.

Was Tinnitus verschlimmert und was man besser vermeiden sollte

  • laute Geräusche und Lärm
  • übermäßiger Konsum von Kaffee, Tee, Zigaretten und Cola-Getränken
  • Bewegungsmangel
  • hoher Blutdruck
  • Schlafmangel
  • chronischer Stress und Angst
  • übermäßige Salzaufnahme

Hilfe kann auch die sogenannte Geräuschmaskierung bieten, zum Beispiel durch eingeschaltetes Radio oder Fernsehen, die das Wahrnehmen des Brummens überdecken.

Zusammenfassung

Tinnitus ist nicht nur ein Problem der Ohren, sondern oft ein Signal für eine Überlastung des Körpers und des Nervensystems. Auch wenn es keine Wundermedizin gibt, können eine Änderung des Lebensstils, Stressreduktion, Salzreduktion und eine bessere Fürsorge für die psychische Gesundheit seine Ausprägungen deutlich mildern.