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Ärzte schätzen, dass der sogenannte „Altersbuckel“ bzw. die Hyperkyphose zwei von fünf Personen über 55 Jahren betrifft. Dieser Zustand wird durch eine Reihe von Faktoren verursacht, darunter degenerative Veränderungen, Muskelschwäche oder Osteoporose. Obwohl er als normaler Teil des Alterns angesehen wird, beeinträchtigt er die Lebensqualität erheblich.
Was ist ein Altersbuckel?
Der Altersbuckel, fachlich als Hyperkyphose bezeichnet, ist eine übermäßige Krümmung der Wirbelsäule im oberen Rückenbereich, die oft zu einer sichtbaren Wölbung im Nackenbereich führt. Eine gesunde Wirbelsäule hat eine natürliche Krümmung – etwa 40 Grad. Wenn die Krümmung diese Grenze überschreitet, wird sie problematisch.
Bei Frauen tritt dieses Problem häufiger auf als bei Männern, insbesondere nach den Wechseljahren. Ursache ist die Abnahme der Knochendichte und weitere hormonelle Veränderungen.
Hauptursachen für die Entstehung des Altersbuckels
Die Entstehung eines Altersbuckels kann durch verschiedene Faktoren verursacht werden. Zu den häufigsten gehören:
1. Osteochondrose
Degenerative Erkrankungen der Bandscheiben schwächen die Wirbelsäule und führen zu ihrer übermäßigen Krümmung.
2. Wirbelkörperfrakturen
Wiederholte Kompressionsfrakturen der Wirbel, insbesondere im Brustbereich, tragen erheblich zur Entstehung des Buckels bei. Frauen nach den Wechseljahren sind aufgrund von Osteoporose anfälliger für diese Frakturen.
3. Osteoporose
Calcium- und Vitamin-D-Mangel schwächt die Knochen und erhöht das Frakturrisiko. Diese Frakturen führen wiederum zu Wirbelsäulendeformitäten und zu einer verstärkten Krümmung.
4. Schwache Rückenmuskulatur
Muskelschwäche im Rückenbereich kann dazu führen, dass die Wirbelsäule nicht richtig gestützt wird, was die Entstehung einer Hyperkyphose begünstigt. Das Stärken der Rückenmuskulatur ist entscheidend für Prävention und Behandlung.
5. Genetik und angeborene Fehlbildungen
Morbus Scheuermann, eine angeborene Fehlbildung, die zu einer ausgeprägten Krümmung der Wirbelsäule führt, kann einer der Gründe für die Entstehung des Buckels sein.
6. Eingeschränkte Beweglichkeit
Mit dem Alter nimmt die Elastizität von Bändern, Gelenken und Muskeln ab, was die Fähigkeit, eine korrekte Körperhaltung aufrechtzuerhalten, negativ beeinflusst.
Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten
Wenn Sie den Verdacht auf einen sich entwickelnden Altersbuckel haben, wenden Sie sich an einen Arzt. Die Diagnose umfasst:
- Röntgen der Wirbelsäule – zur Beurteilung der Krümmung.
- CT- oder MRT-Untersuchung – zur detaillierten Darstellung von Knochen und Weichteilen.
- Körperliche Untersuchung – zur Feststellung von Beweglichkeit und Muskelkraft.
Die Behandlung hängt von Ursache und Schweregrad des Zustands ab. Zu den Optionen gehören:
- Physiotherapie – spezielle Übungen zur Stärkung der Rückenmuskulatur und zur Korrektur der Körperhaltung.
- Medikamente – zum Beispiel Calcium- und Vitamin-D-Präparate bei Osteoporose.
- Chirurgische Behandlung – nur in schweren Fällen.
Wie beugt man der Entstehung eines Altersbuckels vor?
Die Pflege der Wirbelsäulengesundheit kann der Entstehung eines Altersbuckels effektiv vorbeugen. Es wird empfohlen:
- Regelmäßige Bewegung – Stärkung der Rückenmuskulatur und Erhaltung der Flexibilität der Wirbelsäule.
- Ausgewogene Ernährung – mit ausreichend Calcium, Vitamin D und anderen wichtigen Nährstoffen.
- Richtige Sitzhaltung – vermeiden Sie langes Zusammenkauern und achten Sie auf Ergonomie am Arbeitsplatz.
Fazit
Ein Altersbuckel ist kein unvermeidlicher Teil des Alterns. Durch regelmäßige Bewegung, richtige Ernährung und rechtzeitige Diagnostik können Sie diesem Problem wirksam vorbeugen. Die Pflege einer gesunden Wirbelsäule lohnt sich in jedem Alter – fangen Sie noch heute damit an!
