Sauerkrautsaft: ein Schatz für die Verdauung, den die Tschechen unnötig in den Abfluss kippen

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Jan , 03. 01. 2026

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Vielleicht machen Sie das auch. Sie essen eine Portion Sauerkraut auf und schütten den am Schüsselboden verbliebenen Saft einfach in den Abfluss. Dabei ist diese Flüssigkeit in Wirklichkeit ein wertvoller Elixier für die Darmgesundheit, die Verdauung und das Immunsystem. Es handelt sich um einen traditionellen Bestandteil unserer Küche, der aus Unkenntnis oft unnötig übersehen wird.

Sauerkraut hat eine lange Geschichte – aber was ist mit dem Saft?

Sauerkraut findet sich in tschechischen Haushalten seit Generationen. Unsere Vorfahren legten es in Holzfässern ein und lagerten es in kalten Kellern. Die Fermentation des Kohls verlängerte auf natürliche Weise seine Haltbarkeit und erhöhte zugleich seinen Nährwert. Und genau bei dieser Gärung entsteht ein Nebenprodukt – der Sauerkrautsaft.

Während der Kohl selbst nach wie vor eine beliebte Beilage ist, landet der Saft oft im Abfall. Das ist schade – denn Ernährungsfachleuten zufolge handelt es sich um ein kräftiges natürliches probiotisches Getränk voller Nährstoffe, das die Verdauung, das Immunsystem und die Entgiftung unterstützt.

Was enthält Sauerkrautsaft?

Diese fermentierte Flüssigkeit ist buchstäblich eine Schatzkammer gesundheitsfördernder Stoffe:

  • B-Vitamine – unterstützen den Stoffwechsel und das Nervensystem
  • Vitamin C – starkes Antioxidans und Helfer für das Immunsystem
  • Vitamine E und K – tragen zu gesunder Haut und korrekter Blutgerinnung bei
  • Mineralstoffe: Eisen, Jod, Kalzium, Magnesium
  • Natürliche Probiotika – stellen die Darmflora wieder her und fördern die Nährstoffaufnahme

Gesundheitliche Wirkungen: Warum den Saft trinken?

  • Unterstützt die Verdauung – hilft bei Verstopfung, Blähungen und Reizdarmsyndrom
  • Stärkt das Immunsystem – dank Probiotika und Vitamin C
  • Reinigt den Körper – entgiftet Leber und Nieren
  • Reguliert Hormone und Stoffwechsel – unterstützt die Schilddrüsenfunktion, hilft bei Diabetes
  • Schützt Herz und Gefäße – senkt den Cholesterinspiegel, hilft bei hohem Blutdruck
  • Verbessert Haut und Haare – Antioxidantien regenerieren die Zellen

Wie den Saft in den Speiseplan einbauen?

Sauerkrautsaft können Sie im Bioladen kaufen, ideal ist jedoch die hausgemachte Variante. Lassen Sie das eingelegte Sauerkraut einfach einige Tage weitergären, gießen Sie die Flüssigkeit ab und bewahren Sie sie im Kühlschrank auf.

Beste Zeiten für die Einnahme:

  • Morgens auf nüchternen Magen – weckt die Verdauung und stärkt das Immunsystem
  • Vor dem Essen – verbessert die Nährstoffaufnahme
  • Nach dem Essen – fördert die Verdauung und verringert das Völlegefühl

Möglichkeiten in der Küche:

  • Allein als Getränk – 1/2 Glas täglich
  • In Suppen und Soßen – verleiht eine leicht säuerliche Note
  • In Gemüsesmoothies – passt hervorragend zu Roter Bete, Karotte oder Apfel
  • Zum Würzen von Salaten – hebt den Geschmack hervor und verleiht Frische

Für wen ist der Saft nicht geeignet?

Obwohl er viele Vorteile hat, ist er nicht für jeden geeignet:

  • Menschen mit empfindlichem Magen
  • Patienten mit Magengeschwüren
  • Personen mit Nierenerkrankungen
  • Menschen mit Bluthochdruck (wegen des Salzgehalts)

Empfehlung: Beginnen Sie mit kleineren Portionen und beobachten Sie die Reaktion Ihres Körpers. Bei Unsicherheiten konsultieren Sie einen Arzt.

Fazit: Bringen wir den Sauerkrautsaft zurück auf den Tisch

Es handelt sich nicht um eine Modeerscheinung, sondern um ein traditionelles natürliches Getränk mit zahlreichen gesundheitlichen Vorteilen. Es unterstützt die Verdauung, das Immunsystem und die Entgiftung. Wenn Sie ihn bisher weggeschüttet haben, ist es vielleicht an der Zeit, ihn regelmäßig zu trinken. Ihr Körper wird es Ihnen danken.