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Tausende Frauen in Tschechien kämpfen mit Symptomen, die auf den ersten Blick banal erscheinen können – Müdigkeit, unregelmäßige Menstruation, Akne, Gewichtszunahme oder unerwünschte Gesichtsbehaarung. Tatsächlich kann dahinter jedoch eine hormonelle Ungleichgewicht stehen, die oft mit dem polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS) verbunden ist. Statistiken zufolge betrifft es bis zu 10 % der Frauen im reproduktiven Alter.
Was ist das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS)?
PCOS ist eine komplexe hormonelle Störung, die die Funktion der Eierstöcke beeinflusst. Es handelt sich nicht nur um ein Problem mit der Bildung von Zysten – der Name ist etwas irreführend. Entscheidender ist das hormonelle Ungleichgewicht, das sich in unterschiedlichen Symptomen äußern kann – oft bereits ab der Pubertät.
Zu den Hauptsymptomen von PCOS gehören:
- unregelmäßige oder ausbleibende Menstruation
- Gewichtszunahme und Schwierigkeiten beim Abnehmen
- vermehrte Gesichtsbewachsung und Körperbehaarung (Hirsutismus)
- Akne, fettige Haut
- Fruchtbarkeitsprobleme
- Müdigkeit und Stimmungsschwankungen
- Zysten an den Eierstöcken (bei Ultraschall sichtbar)
Ursache: Insulinresistenz
Nach neuen Forschungen hängt PCOS häufig mit erhöhten Insulinspiegeln im Blut zusammen. Der Körper reagiert schlecht auf Insulin, was zu einer Überproduktion führt. Diese regt die Eierstöcke zur Produktion von Testosteron an – einem männlichen Hormon, das typische Symptome wie Akne oder vermehrte Behaarung verursacht. Dieser Zustand wird als Hyperinsulinämie bezeichnet und ist oft ein zentraler Ansatzpunkt in der Behandlung von PCOS.
Diagnostik und Behandlung: Was Sie beim Arzt erwartet?
Die Behandlung von PCOS ist immer individuell. Es hängt davon ab, ob eine Frau eine Schwangerschaft plant, wie alt sie ist, wie ihr Zyklus aussieht, welche Hormonwerte vorliegen und ob Übergewicht besteht. Üblicherweise erwarten Sie eine Kombination der folgenden Untersuchungen:
- Bluttests zum Hormonprofil
- Glukosetoleranztest
- Ultraschall der Eierstöcke
- Überprüfung des Zervixschleims
- endokrinologische Untersuchung
Ärzte empfehlen häufig eine Gewichtsreduktion – bereits ein Gewichtsverlust von 10 % kann die Symptome deutlich verbessern und den Eisprung anstoßen.
Natürliche Behandlung von PCOS: Was Sie selbst tun können?
1. Ernährungsumstellung
- Beschränken Sie Lebensmittel mit hohem glykämischen Index (Süßigkeiten, Weißbrot, gesüßte Getränke)
- Integrieren Sie Ballaststoffe, Proteine und gesunde Fette
- Bevorzugen Sie warme Kost – vermeiden Sie kalte Speisen und Getränke
- Meiden Sie industriell verarbeitete Lebensmittel und Margarine
- Ideal sind Brühen, gedünstetes Gemüse, fermentierte Lebensmittel
2. Nahrungsergänzungsmittel, die bei PCOS geeignet sind:
- Inositol (Vitamin B8)
- Mönchspfeffer
- peruanische MACA
- Curcumin
- Vitamin D, Coenzym Q10, Chrom, Magnesium
Wählen Sie stets Nahrungsergänzungsmittel ohne zugesetzte Süßstoffe und Zucker.
Was tun, wenn Sie schwanger werden möchten?
Wenn Ihr Ziel die Schwangerschaft ist, muss der Eisprung stimuliert werden. Der Arzt überwacht das Wachstum der Follikel per Ultraschall und bestimmt die günstigste Zeit für die Empfängnis. Häufig werden ovulationsfördernde Medikamente verabreicht und eine Kombination mit Bewegung und Ernährungsumstellung empfohlen.
Bei erhöhten Insulinspiegeln wird auch Metformin eingesetzt – ein Medikament, das die Insulinresistenz senkt. Die Wirkung tritt nach einigen Monaten ein und die Behandlung wird stets vom Arzt überwacht.
Langfristige Betreuung = Schlüssel zum Erfolg
PCOS lässt sich leider nicht vollständig heilen. Es kann aber sehr gut unter Kontrolle gehalten werden. Der Schlüssel ist Geduld, ein regelmäßiger Alltag, bewusste Körperpflege und psychisches Wohlbefinden. Wenn Sie von einigen der oben genannten Symptome betroffen sind, schenken Sie ihnen Aufmerksamkeit. Je früher Sie handeln, desto größer sind Ihre Chancen auf Besserung.
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Hinweis
Die Informationen in diesem Artikel dienen nicht als ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Problemen konsultieren Sie stets Ihren Arzt.
