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Wenn man Sanddorn sagt, denken viele an intensiv orange Beeren, die geradezu vor Vitaminen strotzen. Er wird „slowakisches Gold“ genannt und das zu Recht: diese Pflanze aus der Familie der Ölbaumgewächse ist in den letzten Jahren nicht nur in der Slowakei, sondern auch bei uns immer beliebter geworden. Kein Wunder – sie enthält bis zu 190 bioaktive Substanzen, die das Immunsystem unterstützen, die Leber, das Herz und die Nieren pflegen und sogar bei der Krebsprävention helfen können.
1. Was der Sanddorn alles enthält
Sanddorn kommt natürlich im Kaukasus, in den sibirischen Steppen und auch in unseren Pieninen vor, wo er Höhen von bis zu 5–6 Metern erreicht. Gerade seine kleinen Beeren, die nicht nur ein Ass in Sachen Vitamin C sind, sondern auch viele weitere wertvolle Bestandteile enthalten, machen ihn zu einer echten Supernahrung.
Vitamine und Mineralstoffe
- Vitamin C: bis zu 10× mehr als in einer Zitrone
- Vitamine B (einschließlich B12), A, E, K
- Eisen, Mangan, Kalzium, Magnesium, Zink, Kupfer, Kalium, Silizium
Bioaktive Substanzen
- 42 Arten von Lipiden
- 36 Flavonoide
- 22 Fettsäuren (einschließlich der seltenen Omega-7-Fettsäure Palmitoleinsäure)
- 18 Aminosäuren
- 11 Spurenelemente
Dank dieser reichhaltigen Palette an Inhaltsstoffen stärkt Sanddorn den Organismus umfassend – von der Abwehrkraft bis zur Geweberegeneration.
2. Gesundheitswirkungen des Sanddorns
Der regelmäßige Verzehr oder die Anwendung von Sanddornprodukten kann mehrere gesundheitliche Vorteile bringen:
- Stärkung des Immunsystems: Die Beeren stimulieren die Bildung von Abwehrstoffen im Körper und verringern die Anfälligkeit für Herbst- und Winterinfektionen.
- Unterstützung von Leber und Verdauung: Sanddornextrakt erhöht die Bildung von Galle und Verdauungsenzymen und hilft so beim Abbau von Toxinen.
- Kardiovaskulärer Schutz: Dank des hohen Gehalts an ungesättigten Fettsäuren und Antioxidantien senkt er den Blutdruck, den Cholesterinspiegel und das Risiko von Gefäßentzündungen.
- Entzündungshemmende und krebshemmende Wirkungen: Flavonoide und Phytosterole helfen, freie Radikale zu bekämpfen und können das Wachstum von Tumorzellen hemmen.
- Regeneration von Haut und Gewebe: Sanddornöl und -extrakte beschleunigen die Heilung von Wunden, Verbrennungen und Erfrierungen.
- Linderung bei rheumatischen Schmerzen und Gicht: Ein Aufguss aus Blättern oder Früchten unterdrückt Gelenkentzündungen und reduziert Schmerzen.
3. Hausgemachte Sanddorn-Tinktur
Eine Tinktur ist eine ideale Abwechslung in der Winterzeit – sie wärmt, stärkt den Organismus und erfrischt geschmacklich.
Zutaten
- 1 kg reifer Sanddornbeeren
- 1 l Alkohol (Wodka oder hochprozentiger Alkohol)
- 9 Esslöffel Zucker oder Honig
Zubereitung
- Waschen Sie die Früchte und geben Sie sie in eine große Schüssel. Streuen Sie den Zucker (oder Honig) darüber und zerdrücken Sie sie leicht.
- Überführen Sie die vorbereitete Masse in ein Glas, decken Sie sie mit Mull ab und lassen Sie sie 3–4 Tage an einem warmen Ort gären.
- Nach der Gärung mit klarem Alkohol übergießen, umrühren und das Glas an einem dunklen Ort mindestens 1 Monat lagern.
- Zum Schluss die Tinktur durch ein Tuch oder ein feines Sieb in saubere Fläschchen abseihen und kühl lagern.
Üblich ist die Einnahme von 1–2 Teelöffeln täglich (aufgelöst in etwas Wasser oder Tee).
4. Tipps zur Verwendung von Sanddorn
- Morgensaft: Frischen oder gefrorenen Saft mit Orange oder Apfel mischen.
- Smoothie-Booster: Einen Esslöffel Sanddornpulver in einen grünen Smoothie geben.
- Öl für die Haut: Reiben Sie ein paar Tropfen reines Sanddornöl auf trockene Hautstellen ein.
- Blättertee: Übergießen Sie getrocknete Blätter mit heißem Wasser und trinken Sie ihn bei Verdauungsbeschwerden.
Fazit
Sanddorn ist der wahre König der Herbstsaison, der mit seinen Wirkungen das Immunsystem, die Regeneration und die allgemeine Gesundheit unterstützen kann. Ob Sie ihn zu einer köstlichen Tinktur, einem Saft verarbeiten oder in der Kosmetik verwenden – Sie greifen immer zu einer natürlichen „Vitaminbombe“ mit der Seele eines echten slawischen Wunders.
