Brot ohne Kneten, das ich dreimal in der Woche backe: besser als vom Bäcker recept

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  • Einfach zuzubereiten
  • 6 portionen
  • 60 minuten
Jan, 31. 12. 2025

Selbstgebackenes Brot ohne Kneten ist ein kleines Wunder – minimaler Aufwand, maximales Ergebnis. Aus ein paar Grundzutaten zaubern Sie einen Laib mit knuspriger, goldbrauner Kruste und einer saftigen, blasenreichen Krume. Es genügt das richtige Verhältnis von Mehl, Wasser, Hefe und Salz, etwas Geduld beim langen Gehenlassen und das Backen in einem geschlossenen Topf. Dieses erprobte Rezept ist so angelegt, dass es auch absoluten Anfängern gelingt – und dabei wie aus einer handwerklichen Bäckerei schmeckt.

Für 6 portionen

Zutaten

Zum Fertigstellen (optional):

Vorbereitungsverfahren

  • Teig ohne Kneten mischen In eine große Schüssel Mehl, Salz und Trockenhefe einrieseln lassen. Die trockenen Zutaten gut vermischen, damit Hefe und Salz gleichmäßig verteilt sind. Gießen Sie das lauwarme Wasser dazu und rühren Sie mit einer Gabel oder einem Löffel, bis sich die Zutaten zu einem klebrigen, feuchten Teig verbinden. Kneten ist nicht nötig – es reicht, wenn kein trockenes Mehl mehr sichtbar ist.
  • Über Nacht lange gehen lassen Die Schüssel mit Frischhaltefolie oder einem sauberen Tuch abdecken und den Teig bei Zimmertemperatur etwa 12 Stunden gehen lassen. Am besten bereiten Sie den Teig abends zu und machen morgens weiter. Richtig aufgegangener Teig ist weich, voller Bläschen und voluminös aufgebläht – ein Zeichen dafür, dass die Fermentation wie gewünscht abgelaufen ist.
  • Laib formen ohne unnötiges Drücken Die Arbeitsfläche leicht mit Mehl bestäuben. Den aufgegangenen Teig vorsichtig aus der Schüssel kippen – greifen Sie so wenig wie möglich hinein, um die Luftblasen nicht zu zerstören. Den Teig mehrmals wie einen Umschlag falten und zu einem lockeren Laib formen. Ist der Teig sehr klebrig, helfen Sie sich mit etwas Mehl auf der Oberfläche, geben Sie aber nicht zu viel ins Innere.
  • Zweites Gehen in der Schüssel oder auf Backpapier Den Laib auf Backpapier legen und noch 30–45 Minuten ruhen lassen, damit er leicht nachgeht. In der Zwischenzeit einen leeren gusseisernen oder dickwandigen Topf mitsamt Deckel in den Ofen stellen und den Ofen auf 220 °C vorheizen. Das Vorheizen des Topfes ist wichtig – dadurch entsteht beim Backen im Inneren genügend Dampf und das Brot bekommt eine ausgeprägte Kruste.
  • Backen im geschlossenen Topf Sobald Ofen und Topf heiß sind, den Topf vorsichtig herausziehen (Vorsicht, sehr heiß), den Laib samt Backpapier hineinsetzen und ggf. den Teig mit einem scharfen Messer leicht einschneiden. Topf mit dem Deckel verschließen und zurück in den Ofen schieben. 30 Minuten mit Deckel backen, damit sich Dampf bildet und das Brot gut aufgeht.
  • Weiterbacken bis knusprig Nach 30 Minuten den Deckel abnehmen und weitere 15 Minuten ohne Deckel backen, bis die Kruste schön goldbraun und knusprig ist. Das fertige Brot klingt beim Klopfen auf die Unterseite hohl – ein Zeichen dafür, dass es durchgebacken ist.
  • Brot abkühlen lassen Das gebackene Brot aus dem Topf nehmen und vollständig auf einem Gitter auskühlen lassen. So verlockend es auch ist, schneiden Sie es nicht sofort an – das Brot gart innen noch nach und würde bei zu frühem Anschneiden zusammenfallen oder unnötig feucht werden.

Schnelle Infos zum Rezept

Anzahl der Portionen: ca. 1 großer Laib (8–10 Scheiben)

Vorbereitungszeit (aktive Arbeit): 15 Minuten

Gehzeit: ca. 12–13 Stunden

Backzeit: 45 Minuten

Tipps und Varianten

  • Einen Teil des glatten Mehls (100–150 g) können Sie durch fein gemahlenes Vollkornmehl ersetzen, für einen rustikaleren Geschmack und einen höheren Ballaststoffgehalt.

  • Man kann dem Teig einen Esslöffel Olivenöl hinzufügen, das die Krume zarter macht.

  • Sehr gut funktioniert das Hinzufügen von Kräutern (Rosmarin, Thymian, Oregano) oder zerstoßenem Kümmel direkt in den Teig.

  • Kerne können Sie unter den Teig mischen oder den Laib kurz vor dem Backen damit bestreuen.

  • Wenn Sie keinen gusseisernen Topf haben, verwenden Sie einen anderen Topf mit Metalldeckel oder eine dickwandige Bratform, die in den Ofen kann.