Tipps und Tricks

Sp Schlaf: warum ist diese Position für die Gesundheit am wenigsten geeignet?

Viele Menschen haben ihre Lieblingsposition, in der sie jede Nacht einschlafen. Obwohl sie bequem erscheinen mag, das Schlafen auf dem Bauch gehört laut Experten zu den am wenigsten gesunden. Ärzte warnen, dass diese Position nicht nur zu Unbehagen beim Aufwachen führen kann, sondern auch langfristige Probleme mit der Wirbelsäule, dem Nacken und den inneren Organen verursachen kann.

Warum das Schlafen auf dem Bauch schädlich ist

Laut dem zertifizierten Schlaftrainer Alex Savy stört das Schlafen auf dem Bauch die natürliche Krümmung der Wirbelsäule und verursacht Spannungen in den Rückenmuskeln. „Wenn Sie auf dem Bauch liegen, verliert die Wirbelsäule ihre natürliche Stütze, was zu Schmerzen und unangenehmem Druck führen kann“, erklärt er.

Der Neurologe und Schlafexperte Dr. Pietro Luca Ratti fügt hinzu, dass sich Probleme bereits nach einer einzigen Nacht in dieser Position zeigen können, langfristiges Schlafen in dieser Haltung jedoch schwere Wirbelsäulenprobleme verursachen kann.

Eine Studie aus dem Jahr 2012 zeigte, dass etwa 16 % der Menschen auf dem Bauch schlafen, während die Mehrheit (74 %) das Schlafen auf der Seite bevorzugt. Wer auf dem Bauch schläft, riskiert laut Experten:

  • Rückenschmerzen und Schmerzen in der Halswirbelsäule
  • übermäßige Krümmung des Lendenbereichs (Hyperlordose)
  • Schädigung der Bänder und muskuläre Ungleichgewichte
  • erhöhter Druck auf Herz und Lunge
  • Probleme mit den Bandscheiben

Wie das Schlafen auf dem Bauch die Wirbelsäule und den Nacken beeinflusst

Damit man beim Schlafen auf dem Bauch atmen kann, muss der Kopf zur Seite gedreht sein. Das verschiebt jedoch den Nacken aus der natürlichen Linie der Wirbelsäule und erzeugt Spannung. Die Physiotherapeutin Nicole Lombardo weist darauf hin, dass sich bei häufigem Drehen in dieselbe Richtung eine Seite der Nackenmuskulatur überlastet, während die andere schwächer wird.

Dieser ungleichmäßige Druck kann zu Knoten, chronischer Verspannung und langfristigen Nackenschmerzen führen. Ein weiteres Risiko ist ein Bandscheibenvorfall, bei dem sich der gallertartige Inhalt der Bandscheibe verschiebt und Nerven reizt.

Auswirkungen auf andere Körperteile

Das Schlafen auf dem Bauch betrifft nicht nur Wirbelsäule und Nacken. Laut Ratti erzeugt es auch einen größeren Druck auf Herz und Lunge, was die Atmung während der Nacht verschlechtern kann. Zudem erhöht die Position mit nach vorn gedrehten Hüften die Krümmung der Lendenwirbelsäule und kann im Laufe der Zeit zu Bandscheibenproblemen oder Hüftschmerzen führen.

Wie man die schädlichen Auswirkungen reduziert, wenn man auf dem Bauch schläft

Wenn Sie auf diese Position nicht verzichten möchten, empfehlen Experten die Verwendung von stützenden Hilfsmitteln:

  • Kissen unter den Hüften – hält die Lendenwirbelsäule in einer neutraleren Position
  • Niedriges Kopfkissen – minimiert das Verdrehen des Nackens
  • Unterlage unter den Beinen – reduziert den Druck auf den unteren Rücken

Ein weiterer Trick für diejenigen, die sich schrittweise das Schlafen auf dem Bauch abgewöhnen möchten, ist, ein Kissen zwischen Bauch und Matratze zu legen. Das hindert Sie daran, sich während der Nacht von selbst zu drehen.

Gesündere Schlafalternativen

Ärzten zufolge ist die Seitenschlafposition am gesündesten. Diese Position reduziert den Druck auf die Wirbelsäule, verbessert die Atmung und unterstützt die richtige Funktion der Organe. Rückenschlaf kann ebenfalls vorteilhaft sein, wenn Sie keine Probleme mit Schnarchen oder Schlafapnoe haben.

Fazit

Das Schlafen auf dem Bauch mag bequem erscheinen, stellt aber langfristig ein Risiko für Ihren Rücken, Nacken und die inneren Organe dar. Wenn Sie auf diese Position nicht verzichten möchten, versuchen Sie zumindest, ihre negativen Auswirkungen mit einem geeigneten Kissen und Stützen zu mildern. Der Wechsel zu einer gesünderen Schlafposition hilft Ihnen, Wirbelsäulenproblemen vorzubeugen und eine bessere Erholung zu gewährleisten.

02. 01. 2026 Jan
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