Bahnbrechende Entdeckung in der traditionellen Medizin: Die Natur kann auch für die schwersten Gesundheitsprobleme wirksame Lösungen bieten

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Jan , 31. 01. 2026

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Wissenschaft und traditionelle Medizin treffen immer häufiger an Punkten aufeinander, an denen natürliche Substanzen auch in der modernen Forschung Anwendung finden. Ein Beispiel dafür ist Einjähriger Beifuß (Artemisia annua), in der chinesischen Medizin vor allem als Mittel gegen Malaria bekannt. Forscher der letzten Jahre deuten jedoch darauf hin, dass einer der Wirkstoffe dieser Pflanze – Artemisinin – in Zukunft auch eine wichtige Rolle in der onkologischen Forschung spielen könnte.

Was ist Artemisinin und warum interessiert es die Forscher?

Artemisinin ist eine natürliche Verbindung, die aus den Blättern des Einjährigen Beifußes gewonnen wird. Es ist vor allem durch seinen Einsatz in der Malariabehandlung bekannt, wofür 2015 auch der Nobelpreis für Physiologie oder Medizin verliehen wurde. Die Forscher interessierte jedoch auch seine mögliche selektive Wirkung auf Krebszellen, insbesondere in Kombination mit Eisen.

Studien und Forschungen

Laut einigen in Fachzeitschriften (z. B. Life Sciences) veröffentlichten Laborstudien zeigte Artemisinin in Kombination mit Eisen einen starken zytotoxischen Effekt auf Brustkrebszellen – angeblich überlebten bis zu 98 % der von dieser Kombination betroffenen Zellen nicht länger als 16 Stunden. Gleichzeitig wurde beobachtet, dass gesunde Zellen weitgehend unbeschädigt blieben.

Dieser Effekt hängt damit zusammen, dass Krebszellen höhere Eisenkonzentrationen und spezifische Rezeptoren enthalten, wodurch sich Artemisinin selektiv an sie bindet. Das Ergebnis war die Auslösung der sogenannten Apoptose, also des natürlichen Zelltods.

Erfahrungen aus der traditionellen Medizin

In der traditionellen chinesischen Medizin wird der Einjährige Beifuß seit Jahrhunderten verwendet, vor allem zur Behandlung von Fieber und Infektionskrankheiten. Erst die moderne Wissenschaft beginnt jedoch, die genauen Wirkungsmechanismen und das Potenzial weiterer Anwendungsmöglichkeiten zu erforschen.

Zukunft? Vielleicht vielversprechend, aber vorerst in den Händen der Forschung

Es ist wichtig zu betonen, dass obwohl die bisherigen Forschungsergebnisse vielversprechend sind, es sich weiterhin um präklinische oder Laborstudien handelt. Es gibt bislang keine offiziell zugelassene onkologische Behandlung, die Artemisinin als Standardtherapie einsetzt. Die Entwicklung geht jedoch weiter – so arbeitet etwa das französische Pharmaunternehmen Sanofi bereits an der Massenproduktion von Artemisinin, damit es für breitere wissenschaftliche und pharmazeutische Anwendungen verfügbar ist.

Abschließend

Natürliche Substanzen wie Artemisinin aus dem Einjährigen Beifuß stellen ein interessantes Feld der aktuellen wissenschaftlichen Forschung dar. Ihre Wirkungen, die aus der traditionellen Medizin bekannt sind, bahnen sich nun auch den Weg in die moderne Forschung. Obwohl kein Kraut als „Wundermittel“ angesehen werden kann, könnte die Kombination von Natur und Wissenschaft in Zukunft neue Möglichkeiten dort bieten, wo sie am dringendsten benötigt werden.