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Der Schwarze Holunder (Sambucus nigra) gehört zu den wertvollsten Heilpflanzen unserer Regionen. In der Volksmedizin hat er eine lange Tradition und seine Blüten wie auch die Früchte gelten als natürliches Heilmittel gegen viele Beschwerden. Dennoch ist es wichtig zu wissen, dass die Beeren bei falschem Verzehr leicht giftig sein können. In diesem Artikel erklären wir, wie man den Schwarzen Holunder sicher verwendet, welche gesundheitlichen Vorteile er bietet, und wir fügen ein Rezept für einen hausgemachten Holundersirup bei.
Wo der Schwarze Holunder wächst und wie man ihn erkennt
Der Schwarze Holunder wächst in ganz Tschechien, besonders an Waldrändern, in Gebüschen und entlang von Wegen. Der Strauch kann bis zu 10 Meter hoch werden, ist aber meist 3–6 Meter hoch. Im Frühjahr blüht er mit kleinen weißen bis cremefarbenen Blüten mit süßem Duft. Die Beeren erscheinen gegen Ende des Sommers und haben eine dunkelviolette bis schwarze Farbe.
Warum rohe Beeren giftig sind
Rohe Holunderbeeren enthalten die Substanz Sambunigrin, die sich bei der Verdauung in Blausäure (Zyanwasserstoff) aufspalten kann. Diese kann Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Kopfschmerzen verursachen. Durch Erhitzen (zum Beispiel Kochen) werden diese giftigen Stoffe zerstört und die Beeren werden dann zum Verzehr sicher.
Tipp: Verzehren Sie niemals rohe Beeren, Blätter oder Rinde des Schwarzen Holunders. Kochen Sie sie vor dem Verzehr immer gründlich.
Gesundheitliche Wirkungen des Schwarzen Holunders
- Unterstützung des Immunsystems: Ein hoher Gehalt an Vitamin C und Antioxidantien hilft, den Körper vor Infektionen zu schützen und die Dauer einer Erkältung zu verkürzen.
- Entzündungshemmende Wirkung: Flavonoide helfen, Entzündungen im Körper zu reduzieren.
- Förderung der Verdauung: Die Ballaststoffe aus den Beeren unterstützen die gesunde Darmfunktion und helfen bei Verstopfung.
- Antivirale Wirkung: Forschungen zeigen Wirksamkeit gegen einige Viren, insbesondere gegen Grippeviren.
- Schutz der Zellen: Antioxidantien schützen die Zellen vor freien Radikalen und verringern das Risiko von Zivilisationskrankheiten.
- Gesundes Herz: Kann zur Senkung des Cholesterins und zur Verbesserung der Durchblutung beitragen.
- Regulierung des Blutzuckers: Nützlich für Menschen mit Diabetes.
- Gesunde Haut: Vitamine und Antioxidantien unterstützen die Regeneration und beruhigen Reizungen.
- Entgiftung: Wirkt leicht harntreibend.
Rezept für hausgemachten Holundersirup
Zutaten
- 1 kg reifer Holunderbeeren (ohne Stiele und Blätter)
- 1 Liter Wasser
- 500 g bis 1 kg Kristallzucker (je nach gewünschter Süße)
- Saft von 1–2 Zitronen (oder Zitronensäure nach Geschmack)
Zubereitung
- Vorbereitung der Beeren: Beeren aussortieren, unreife und beschädigte Früchte entfernen. Unter fließendem Wasser abspülen.
- Kochen: Geben Sie die Beeren in einen Topf, gießen Sie einen Liter Wasser dazu und bringen Sie es langsam zum Kochen. Bei schwacher Hitze 20–30 Minuten köcheln lassen, bis die Beeren Saft abgegeben haben.
- Abseihen: Durch ein feines Sieb oder Mulltuch gießen, damit sich Saft von Fruchtfleisch und Samen trennt.
- Sirup zubereiten: Den Saft zurück in den Topf geben, Zucker hinzufügen und erhitzen, bis er sich aufgelöst hat. Zitronensaft nach Geschmack hinzufügen.
- Abfüllen: Heißen Sirup in sterilisierte Flaschen füllen, verschließen und auf den Kopf stellen.
- Aufbewahrung: An einem kühlen und dunklen Ort lagern. Nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren.
Verwendung des Sirups
Holundersirup können Sie in heißem Wasser als Heiltee verwenden, in kaltem Wasser als erfrischendes Getränk, oder zum Verfeinern von Desserts, Pfannkuchen und Joghurts. Zur Stärkung des Immunsystems werden 1–2 Teelöffel täglich empfohlen.
Fazit
Der Schwarze Holunder ist ein wahres Naturwunder, das in keinem Haushalt fehlen sollte. Man muss nur wissen, wie man mit ihm umgeht. Richtige Zubereitung eliminiert seine Risiken und ermöglicht die Nutzung seines vollen heilenden Potenzials.
