Diese Lebensmittel aßen unsere Vorfahren. Krebs, Diabetes oder Zahnprobleme überraschten sie nicht!
Hamburger, Pizza, chinesische oder japanische Restaurants – die moderne Zeit bietet unendliche Möglichkeiten, sich zu ernähren. Aber wie war es früher? Welche Gerichte gehörten zum täglichen Speiseplan unserer Vorfahren? Woran wir heute als traditionelle Geschmäcker der Hausmannskost zurückdenken, war damals oft Notnahrung.
Wie kochten unsere Vorfahren?
Anfänglich wurde alles über offenem Feuer zubereitet. Das Essen nahm zwar Rauch auf, bot aber die grundlegende Wärmebehandlung. Später begann man, eine eiserne Platte über der Feuerstelle zu verwenden, die der Vorläufer heutiger Herde war. Die ärmsten Familien kamen mit einem Erdofen aus – einer Grube, in der das Fleisch mit glühenden Steinen umgeben und mit Erde bedeckt wurde.
Die Küchenecke war stets das Vorrecht der Hausfrau, die für alle Gerichte verantwortlich war. Viele Speisen schmeckten säuerlich durch beliebte Zutaten wie Sauermilch, Sahne oder Sauerkraut. Gewürze bildeten die Grundlage jeder Küche – vor allem Kümmel, Dill, Zwiebel, Knoblauch oder Rosmarin wurden verwendet. Später gelangten auch importierte Zutaten zu uns, wie Nelken, Paprika oder Ingwer.
Grundlegende Zutaten
Auf dem Speiseplan dominierten einfache und verfügbare Zutaten:
- Milch und Milchprodukte – nicht nur süße, sondern auch Sauermilch oder žinčica, die wegen ihrer Sättigung beliebt war.
- Gemüse und Hülsenfrüchte – Kartoffeln, Kohl, Erbsen und Bohnen standen jeden Tag auf dem Tisch.
- Getreide – Weizen, Roggen und Hirse bildeten die Grundlage von Breien und Backwaren. Später kamen Reis und Mais hinzu, die die Möglichkeiten zur Zubereitung einfacher Gerichte erweiterten.
Breie und Halušky als tägliche Speise
Getreidebreie waren billig und schnell zuzubereiten. Hirse-, Grieß- oder Maisbrei wurden fast jeden Tag serviert. Halušky waren bereits vor der Einführung der Kartoffel populär – sie wurden aus Buchweizen-, Roggen- oder Hirsemehl hergestellt. Beliebt waren Bryndza-Halušky, Strapačky (mit Sauerkraut) oder eine süßere Variante mit Quark.
Brot – ein Geschenk Gottes
Das Backen von Brot in unserem Gebiet reicht bis ins 14. Jahrhundert zurück. Es galt als heilige Speise und beim Backen machten die Menschen oft das Kreuzzeichen. Brot wurde aus verschiedenen Mehlsorten gebacken, und wenn Mehl knapp war, wurden auch weniger traditionelle Zutaten wie Baumrinde oder Pflanzenwurzeln hinzugefügt. Trotz bescheidener Verhältnisse war Brot ein unentbehrlicher Bestandteil des Speiseplans.

Suppen, Prívarky und einfache Süßigkeiten
Früher waren dicke und gehaltvolle Suppen beliebt, die die ganze Familie satt machten. Am häufigsten wurden zubereitet:
- Kohlsuppe
- Knoblauchsuppe
- Linsen- oder Bohnensuppe
Aus den Suppen entwickelten sich später prívarky – eingedickte Gerichte, die beispielsweise aus Bohnen, Kürbis oder Erbsen serviert wurden.
Zu den beliebten Süßigkeiten gehörten einfache Závin, Štrúdly und šúľance. Süßigkeiten wurden nur zu besonderen Anlässen zubereitet, etwa zu Weihnachten oder Ostern. Zu den festlichen Backwaren zählten štedrák, medvědí tlapky oder Perníky (Lebkuchen).
Was hat uns die Ernährung unserer Vorfahren gelehrt?
Die Ernährung unserer Vorfahren war einfach, nahrhaft und auf natürlichen Zutaten aufgebaut. Durch den begrenzten Fleischkonsum, den hohen Anteil an Gemüse, Hülsenfrüchten und fermentierten Produkten war sie gesünder und half, Krankheiten wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Probleme vorzubeugen.
Heute kehren wir zu diesen traditionellen Rezepten zurück und entdecken ihren Geschmack sowie ihre gesundheitlichen Vorteile. Lassen Sie sich von der Ernährung unserer Vorfahren inspirieren und nehmen Sie einfache, aber nahrhafte Gerichte in Ihren Speiseplan auf.