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Als Ethan erst ein Jahr alt war, diagnostizierten Ärzte bei ihm Autismus. Dieser Zustand erschwerte vor allem seinen Schlaf – er konnte nicht länger als zwei Stunden am Stück schlafen, unabhängig von der Tageszeit. Die Eltern waren verzweifelt, weil keine Methode half.
20 Monate später entschied sich seine Mutter für ein einfaches Experiment. Sie passte seine Ernährung an. Schon nach drei Tagen trat eine grundlegende Veränderung ein: Ethan schlief endlich die ganze Nacht durch.
Was genau machte die Mutter?
Die Änderung war nicht kompliziert. Sie entfernte aus der Ernährung ihres Sohnes nur zwei Komponenten: Getreide, das Gluten enthält, und Milch sowie Milchprodukte. Laut Forschung und Erfahrungen einiger Eltern kann eine solche Ernährungsumstellung die Kommunikation zwischen Verdauungssystem und Gehirn verbessern.
Kinder mit Autismus haben oft erhöhte Mengen an Antikörpern, die auf das Vorhandensein von Gluten reagieren. Diese Antikörper wertet der Körper als Abwehrreaktion gegen Fremdstoffe, was zu gesundheitlichen Problemen führen kann.
Wissenschaftliche Studien bestätigen den Zusammenhang zwischen Ernährung und Autismus
Eine Studie zeigte, dass Kinder mit Autismus ein höheres Verhältnis von IgG-Antikörpern gegen Gliadin – ein in Getreide vorkommendes Protein und Bestandteil von Gluten – gegenüber gesunden Kindern aufweisen (p<0,01).
In einer weiteren Studie erhielten 15 Kinder mit Autismus für drei Monate eine glutenfreie Ernährung. Obwohl die Ergebnisse statistisch nicht signifikant waren, berichteten einige Eltern von einer Verhaltensverbesserung ihrer Kinder.
Die dritte Studie konzentrierte sich auf fünf Patienten, die zu Beginn erhöhte Antikörperspiegel gegen Casein (Milchprotein) oder Gluten aufwiesen. Die Ergebnisse nach Abschluss der Studie zeigten:
- verminderte Ausscheidung von Peptiden im Urin
- Verbesserung des Verhaltens in bestimmten Bereichen
- weniger epileptische Anfälle
Kann Autismus durch die Ernährung beeinflusst werden?
Viele Menschen glauben, dass die Ernährung Autismus maßgeblich beeinflussen kann. Obwohl man das nicht pauschal für alle Fälle sagen kann, zeigen die Berichte einiger Familien und wissenschaftliche Studien, dass eine Ernährungsumstellung einen Versuch wert ist.
Bis zu 50 % der Kinder mit Autismus haben auch Verdauungsprobleme. Meist handelt es sich um Unverträglichkeiten gegenüber Gluten oder Casein, was zu einer erhöhten Bildung von Antikörpern und entzündlichen Reaktionen im Körper führen kann.
Bei anderen Kindern können beispielsweise Nüsse, Soja oder Eier schaden, die ebenfalls eine übermäßige Reaktion des Immunsystems hervorrufen. Und wie wir wissen, spiegelt sich eine starke Immunantwort nicht nur in der körperlichen Gesundheit, sondern auch in der Psyche wider.
Verdauungssystem und Psyche stehen in engem Zusammenhang
Moderne Forschungen bestätigen, dass der Verdauungstrakt und die psychische Gesundheit eng miteinander verbunden sind. Wenn die Verdauung gestört ist, leiden Körper und Geist. Wenn Sie ein Kind mit Autismus haben oder jemanden in Ihrem Umfeld kennen, der an dieser Erkrankung leidet, denken Sie über die Ernährung nach.
Die Ernährung kann eine bedeutende Rolle spielen, nicht nur bei Kindern mit Autismus, sondern auch bei gesunden Kindern und Erwachsenen. Wenn Sie sich entscheiden, eine glutenfreie Diät auszuprobieren oder Milchprodukte zu meiden, kann das positive Auswirkungen auf die allgemeine Gesundheit und das psychische Wohlbefinden haben.
Fazit
Obwohl man nicht behaupten kann, Autismus ließe sich allein durch eine Ernährungsumstellung heilen, stimmen immer mehr Eltern und Fachleute darin überein, dass die Ernährung eine entscheidende Rolle spielen kann. Wenn Sie mit einer ähnlichen Situation konfrontiert sind, empfehlen wir die Konsultation eines Fachmanns und anschließend das Ausprobieren einer glutenfreien und milchfreien Ernährung. Die Gesundheit der Kinder ist es wert.