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Magenprobleme können jeden quälen. Sodbrennen, Übelkeit, Bauchschmerzen oder Appetitlosigkeit können nicht nur unangenehm sein, sondern auch ein Warnsignal für ernstere Erkrankungen darstellen. Einer der häufigsten Verursacher ist das Bakterium Helicobacter pylori, das sich jahrelang im Magen halten und unbemerkt die Schleimhaut schädigen kann. Wenn es unbehandelt bleibt, kann es bis zur Entstehung von Magengeschwüren oder anderen schweren Komplikationen führen. Obwohl die moderne Medizin wirksame Antibiotikakuren bietet, suchen viele Menschen auch nach natürlichen Behandlungen – und hier kommt der Kohlensaft ins Spiel.
Warum Helicobacter pylori so gefährlich ist
Helicobacter pylori ist ein Bakterium, das sogar im sauren Milieu des Magens überleben kann. Es wird meist durch schmutzige Hände, kontaminiertes Wasser oder Lebensmittel übertragen. Viele Menschen sind bereits seit der Kindheit infiziert, ohne es zu wissen. Wenn sich das Bakterium jedoch vermehrt, können Symptome wie Magenschmerzen, Sodbrennen, Blähungen, Übelkeit oder Appetitlosigkeit auftreten. In fortgeschritteneren Fällen kann es Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre verursachen.
Kohl – ein vergessenes Naturheilmittel
Schon vor der Entdeckung von Helicobacter pylori wussten Ärzte und Kräuterkundige, dass Kohl starke heilende Wirkungen auf den Verdauungstrakt hat. Er enthält nämlich Vitamin U (S-methylmethionin), das die Regeneration der Magenschleimhaut unterstützt und die Heilung von Geschwüren beschleunigt. Ähnlich wie ein Kohlblatt eine äußere Hautwunde beruhigen und heilen kann, wirkt auch Kohlensaft im Inneren des Körpers beruhigend und heilend.
Professor Garnett Cheney von der Stanford-Universität hat bereits 1949 nachgewiesen, dass regelmäßiges Trinken von frischem Kohlensaft die Heilungsdauer von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren deutlich verkürzt – auf nur 7 bis 10 Tage.
Wie Kohlensaft hilft
- Unterstützt die Heilung – beschleunigt die Regeneration der Magenschleimhaut.
- Wirkt antibakteriell – hilft, Helicobacter pylori zu unterdrücken.
- Beruhigt den Magen – lindert Sodbrennen und Schmerzen.
- Fördert die Verdauung – unterstützt die richtige Funktion des Darms.
Rezept für Kohlensaft gegen Helicobacter pylori
Sie benötigen:
- 1 frischen Kohlkopf
- abgekochtes und abgekühltes Wasser
Vorgehensweise:
- Den Kohl reiben und in ein Gefäß geben, sodass es ungefähr zur Hälfte gefüllt ist.
- Mit dem abgekochten Wasser fast bis zum Rand auffüllen.
- Das Gefäß abdecken und für 48 Stunden in den Kühlschrank stellen.
- Nach zwei Tagen abseihen und ein Glas morgens und ein Glas abends trinken.
- Den Vorgang jeden Tag für 2 Wochen wiederholen, jeweils mit einer frischen Portion.
Wenn Sie einen Entsafter haben, können Sie den Kohlensaft auch direkt aus frischen Blättern ohne Fermentation zubereiten – er wird vor dem Essen getrunken, idealerweise mehrmals täglich.
Wichtige Empfehlungen
- Bei starken Beschwerden konsultieren Sie immer einen Arzt.
- Kohlensaft hat einen ausgeprägten Geschmack – für einen milderen Geschmack kann er mit Karottensaft gemischt werden.
- Bei empfindlicheren Personen kann er anfangs Blähungen verursachen – es wird empfohlen, mit einer kleineren Menge zu beginnen.
Fazit
Kohlensaft ist eine einfache, kostengünstige und natürliche Möglichkeit, die Behandlung von Helicobacter pylori, Magengeschwüren und Gastritis zu unterstützen. Obwohl er die ärztliche Behandlung nicht ersetzt, kann er eine wirksame Ergänzung zur Therapie und Prävention sein. Dank seines Gehalts an Vitamin U und weiteren nützlichen Inhaltsstoffen gehört Kohl zu den wertvollsten Lebensmitteln für die Magengesundheit.
Wenn Sie Ihrer Verdauung auf natürliche Weise Erleichterung verschaffen möchten, probieren Sie diese bewährte Kur aus und beobachten Sie, wie sich Ihr Magen allmählich erholt.
