Raynaud-Syndrom: Wenn winterliche Kälte schwere Probleme mit den Händen verursacht

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Jan , 31. 01. 2026

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Es ist völlig normal, dass in den kalten Wintermonaten Menschen kalte Hände bekommen und sich die Haut verfärbt. Für einige Personen ist diese Veränderung jedoch nicht nur ein gewöhnliches Symptom des Winters, sondern ein Hinweis auf eine ernsthafte Erkrankung namens Raynaud-Syndrom. Dieses Syndrom kann schwerwiegende Folgen haben, und deshalb ist es wichtig, mehr darüber zu wissen.

Was ist das Raynaud-Syndrom?

Das Raynaud-Syndrom ist ein Zustand, bei dem es zu Durchblutungsstörungen der Extremitäten kommt, am häufigsten an den Fingerspitzen der Hände oder Füße. Aufgrund der gestörten Durchblutung werden die Fingerspitzen plötzlich weiß, die Haut spannt sich, und Betroffene verspüren häufig Schmerzen. Diese Symptome können durch Kälte oder Stress ausgelöst werden, und wenn sie nicht behandelt werden, können sie zu schweren Komplikationen wie der Entwicklung einer Gangrän führen.

Ursachen des Raynaud-Syndroms

Das Raynaud-Syndrom kann verschiedene Ursachen haben, die Veränderungen im Blutkreislauf oder Blutkrankheiten umfassen:

  1. Veränderung der Blutviskosität: In manchen Fällen erhöht sich die Dichte des Blutes durch das Vorhandensein von Blutproteinen wie Kryoglobulinen, die als Reaktion auf Kälte die Viskosität des Blutes steigern. Dieses Phänomen kann mit Tumorerkrankungen, Störungen der Blutbildung oder Virusinfektionen wie Hepatitis in Zusammenhang stehen.

  2. Verengung der Blutgefäße: Blutgefäße können sich übermäßig verengen, was beispielsweise durch eine Entzündung des Bindegewebes um die Gefäße verursacht wird. Diese Situation tritt bei Autoimmunerkrankungen wie Sklerodermie oder systemischer Sklerose auf. Ähnliche Probleme können auch nach einer Knochenmarktransplantation auftreten.

  3. Störungen der Innervation der Gefäße: Eine erhöhte Neigung der Gefäße zu Krämpfen kann Folge einer Störung des Nervensystems sein, bei der der Tonus des Sympathikus steigt, was zu einer erhöhten Kälteempfindlichkeit der Gefäße führt.

Symptome des Raynaud-Syndroms

Eines der auffälligsten Symptome des Raynaud-Syndroms ist das Weißwerden der Fingerspitzen an Händen oder Füßen, das plötzlich und scharf begrenzt auftritt. Dieses Phänomen ist von Schmerzen, Hautspannung und manchmal auch Steifheit der Finger begleitet. Betroffene müssen ihre Hände vor Kälte schützen, was oft bedeutet, bereits an den ersten kalten Herbsttagen Handschuhe zu tragen. In fortgeschrittenen Fällen kann das Raynaud-Syndrom zur Verhärtung der Finger und zu schweren Durchblutungsstörungen führen, die bis zur trockenen Gangrän führen können.

Prävention und Behandlung

Für Menschen mit Raynaud-Syndrom ist es entscheidend, die Hände vor Kälte zu schützen und warm zu halten. Neben dem Tragen von Handschuhen kann es notwendig sein, Handwärmer oder spezielle Cremes zu verwenden, die die Durchblutung verbessern. In einigen Fällen kann der Arzt gefäßerweiternde Medikamente oder Behandlungen verschreiben, die darauf abzielen, die Aktivität des sympathischen Nervensystems zu reduzieren.

Wann einen Arzt aufsuchen?

Wenn Sie bemerken, dass Ihre Hände bei Kälte regelmäßig weiß werden, schmerzhaft oder steif werden, ist es wichtig, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Das Raynaud-Syndrom kann das erste Anzeichen einer ernsthafteren Erkrankung sein, die fachärztliche Behandlung erfordert.

Das Raynaud-Syndrom ist nicht nur ein kosmetisches Problem, sondern eine ernsthafte Erkrankung, die Aufmerksamkeit erfordert. Richtige Pflege und frühzeitige Diagnose können die Lebensqualität deutlich verbessern und schwere Komplikationen verhindern.