Artikelinhalt
Viele Menschen kennen ihn nicht, aber der Liebstöckel gehört zu den wertvollsten Kräutern für Gesundheit und Schönheit. Sein Geschmack ist jedem vertraut – er erinnert an das beliebte Maggi-Gewürz, das ursprünglich aus einem Extrakt des Liebstöckels entstanden ist. Diese duftende Pflanze kann jedoch viel mehr, als nur Suppe zu würzen. Sie hilft bei Allergien, Hautproblemen, Verdauungsbeschwerden und auch bei Nierenproblemen.
Liebstöckel – „Liebeskraut“ mit langer Geschichte
Der Liebstöckel (Levisticum officinale) stammt aus Asien, wird aber seit Jahrhunderten in Europa angebaut. Er erreicht eine Höhe von bis zu 120 Zentimetern, hat einen kräftigen, aromatischen Duft und seine Wirkungen wurden bereits von unseren Vorfahren geschätzt. Im Mittelalter galt er als Aphrodisiakum und man nannte ihn „Liebeskraut“.
Heutzutage wird der Liebstöckel hauptsächlich in der Kräuterkunde und Volksheilkunde verwendet. Er enthält ätherische Öle, Bitterstoffe, Flavonoide und Vitamine, die die Funktion des Verdauungssystems unterstützen, harntreibend wirken und bei Ödemen oder Bluthochdruck helfen. Besondere Aufmerksamkeit verdient jedoch seine Fähigkeit, Allergien zu lindern und den Zustand der Haut zu verbessern.
Hilft bei Allergien und Hautproblemen
Moderne Forschungen zeigen, dass Liebstöckel Quercetin enthält – einen natürlichen Stoff, der als Histaminhemmer wirkt. Gerade Histamin ist für die Symptome von Allergien verantwortlich, wie laufende Nase, juckende Augen oder Niesen. Die regelmäßige Einnahme von Liebstöckel kann diese Beschwerden auf natürliche Weise lindern, ohne die Nebenwirkungen von Medikamenten.
Liebstöckel hat außerdem entzündungshemmende und antibakterielle Wirkungen, wodurch er bei Akne, Ekzemen und Psoriasis hilft. Die Blätter können auch äußerlich angewendet werden – zerkleinert legt man sie direkt auf die betroffenen Hautstellen, wo sie Reizungen beruhigen und die Heilung fördern.
Gesundheitswirkungen des Liebstöckels
- Fördert die Verdauung – lindert Blähungen, Krämpfe und das Völlegefühl nach dem Essen.
- Wirkt harntreibend – hilft bei Ödemen, Harnwegsentzündungen und Nierenproblemen.
- Hat expektorierende Wirkungen – erleichtert das Abhusten bei Erkältungen und Atemwegsinfektionen.
- Lindert Menstruationsschmerzen dank seiner krampflösenden Wirkungen.
- Reinigt den Körper von Giftstoffen und wirkt wie ein natürliches Antibiotikum.
- Verbessert die Durchblutung und verhindert die Bildung von Blutgerinnseln.
Dank dieser Wirkungen wird Liebstöckel oft zu Detoxkuren und Teemischungen hinzugefügt.
Wie man Liebstöckel in der Küche und als Heilmittel nutzt
Liebstöckel hat einen ausgeprägten Geschmack, der zu Suppen, Soßen, Kartoffeln und Fleischgerichten passt. Er kann frisch, getrocknet oder gefroren verwendet werden. In der Kräuterkunde werden auch Abkochungen aus der Wurzel oder Tinkturen aus Blättern und Wurzeln verwendet, die die Verdauung unterstützen und den Organismus reinigen.
Rezept für Liebstöckeltee:
- 1 Teelöffel getrocknete Liebstöckelwurzel
- 250 ml kochendes Wasser
Zubereitung: Gießen Sie die Wurzel mit Wasser auf, lassen Sie sie 10 Minuten ziehen und seihen Sie dann ab. Trinken Sie den Tee 2× täglich, am besten nach den Mahlzeiten.
Zusammenfassung
Der Liebstöckel ist ein zu Unrecht vernachlässigtes Kraut, das einen Platz in jedem Haushalt verdient. Er hilft den Körper zu reinigen, verbessert die Verdauung, wirkt gegen Allergien und kommt der Haut zugute. Sie können ihn als Gewürz, Tee, Tinktur oder Hausmittel verwenden.
Es genügt, ein paar Liebstöckelblätter zum Essen hinzuzufügen oder eine Tasse Tee zuzubereiten – und Ihr Körper wird es Ihnen danken.
