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Niedriger Blutdruck, fachlich bezeichnet als Hypotonie, ist ein Zustand, bei dem der Blutdruck in den Arterien niedriger ist als optimal für die Versorgung der Organe mit Sauerstoff und Nährstoffen. Bei manchen Menschen kann niedriger Blutdruck häufig und ohne Symptome auftreten. Bei anderen kann er jedoch auf versteckte Gesundheitsprobleme hinweisen, die sofortige Aufmerksamkeit erfordern.
Das Erkennen von Symptomen von niedrigem Blutdruck ist der Schlüssel zu einer frühzeitigen Diagnose und richtigen Behandlung. Wenn bei Ihnen häufig Schwindel, Schwäche, Müdigkeit oder sogar Ohnmachtsanfälle auftreten, ist eine Rücksprache mit dem Arzt angebracht.
Hauptursachen für niedrigen Blutdruck
Es gibt viele Faktoren, die einen hypotonen Zustand verursachen können. Einige sind vorübergehend und leicht zu beheben, andere können Ausdruck einer ernsthaften Erkrankung sein.
1. Dehydratation
Unzureichende Flüssigkeitszufuhr führt zur Verringerung des Blutvolumens, was direkt zu einem Blutdruckabfall führt. Typische Symptome sind Mundtrockenheit, Müdigkeit und Schwindel.
2. Herzerkrankungen
- Bradykardie (langsamer Herzschlag) – das Herz pumpt das Blut langsamer, wodurch der Kreislauf beeinträchtigt wird.
- Herzinsuffizienz – ein geschwächtes Herz kann die Organe nicht ausreichend mit Blut versorgen.
- Herzklappenfehler – sie können den richtigen Blutfluss behindern und zu einer langfristigen Blutdrucksenkung führen.
3. Endokrine Störungen
- Hypothyreose – eine verminderte Schilddrüsenfunktion verlangsamt den Stoffwechsel und senkt den Blutdruck.
- Morbus Addison – eine Störung der Nebennieren verursacht einen Mangel an wichtigen Hormonen wie Cortisol, was einen hypotonen Zustand auslösen kann.
- Diabetes – bei Langzeitkranken kann es zu Schädigungen der Nerven kommen, die die Blutdruckregulation steuern.
4. Schwere Infektionen und Blutverlust
- Sepsis – eine schwere Infektion kann eine Erweiterung der Blutgefäße und einen starken Blutdruckabfall verursachen.
- Blutung – ein großer Blutverlust bei Verletzungen oder Operationen führt zu einem Schockzustand und einer gefährlichen Blutdrucksenkung.
5. Weitere Ursachen
- Anämie – ein Mangel an roten Blutkörperchen verschlechtert den Sauerstofftransport.
- Medikamente – einige Diuretika, Betablocker, Antidepressiva oder Medikamente gegen Parkinson können den Blutdruck senken.
- Orthostatische Hypotonie – ein starker Blutdruckabfall beim schnellen Aufstehen.
- Schwangerschaft – hormonelle Veränderungen können eine vorübergehende Senkung des Blutdrucks verursachen.
Wann Sie aufmerksam werden und einen Arzt aufsuchen sollten
Symptome von niedrigem Blutdruck, die Sie nicht ignorieren sollten:
- häufige Schwindelgefühle oder Ohnmachtsgefühle
- chronische Müdigkeit und Schwäche
- Konzentrationsprobleme
- verschwommenes Sehen
- kalte und blasse Haut
Wenn diese Symptome länger anhalten oder sich verschlimmern, ist eine ärztliche Untersuchung erforderlich, um die tatsächliche Ursache aufzudecken.
Wie Sie sich helfen können und Komplikationen vorbeugen
- Ausreichende Flüssigkeitszufuhr – idealerweise klares Wasser, Kräutertees oder ungesüßte Getränke.
- Ausgewogene Ernährung – ausreichend Proteine, Gemüse, gesunde Fette und komplexe Kohlenhydrate.
- Langsames Aufstehen – so vermeiden Sie einen starken Blutdruckabfall.
- Regelmäßige Bewegung – fördert den Blutkreislauf und steigert die Vitalität.
In einigen Fällen kann der Arzt empfehlen, die Salzzufuhr zu erhöhen oder spezielle Übungen, die den Blutkreislauf anregen.
Fazit
Niedriger Blutdruck ist nicht immer gefährlich, aber wenn er langfristig besteht oder von unangenehmen Symptomen begleitet wird, kann er ein Anzeichen für eine schwere Erkrankung sein. Beobachten Sie Ihren Körper, unterschätzen Sie Warnsignale nicht und wenden Sie sich im Zweifel an einen Facharzt.
Eine frühzeitige Diagnose und Anpassung des Lebensstils können das Risiko von Komplikationen deutlich verringern und die Lebensqualität verbessern.
