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Sie kostete ein paar Kronen und wirkte Wunder. Unsere Großmütter verwendeten sie fast für alles – von Schnupfen bis zu Kopfschmerzen. Heute ist sie etwas in Vergessenheit geraten, dabei ist Tigerbalsam weiterhin erhältlich und seine Wirkungen sind genauso stark wie früher. Erinnern wir uns daran, warum er auch in Ihrem Arzneischrank nicht fehlen sollte.
Was ist Tigerbalsam und woher er stammt
Der Tigerbalsam stammt aus der traditionellen chinesischen Medizin, wo er seit Jahrhunderten als universeller Balsam gegen Schmerzen, Erkältungen und Entzündungen verwendet wird. Er enthält eine hohe Menge an ätherischen Ölen – insbesondere Nelken-, Zimtöl, Menthol, Kampfer und Eukalyptus. Diese Kombination wirkt entzündungshemmend, fördert die Durchblutung der Haut und verschafft sofortige Linderung.
Ein altes chinesisches Sprichwort bezeichnet ihn als „Gold, das von Generation zu Generation weitergegeben wird“. Kein Wunder – seine Zusammensetzung und Wirksamkeit haben die Prüfung der Zeit bestanden.
Die häufigsten Anwendungen des Tigerbalsams
Dieses kleine Wunder hat wirklich vielseitige Anwendung. Tragen Sie einfach eine kleine Menge auf die betroffene Stelle auf und massieren Sie, bis der Balsam eingezogen ist. Die Wirkung spüren Sie fast sofort.
1. Verstopfte Nase und Erkältung
Ein Klassiker unserer Großmütter – bei Schnupfen reicht es, eine kleine Menge unter die Nase oder auf die Brust zu schmieren. Die ätherischen Öle helfen, die Atemwege zu befreien und den Husten zu lindern. Gleichzeitig erwärmt der Tigerbalsam und verbessert das Atmen.
2. Kalte Hände und Füße
Wenn Sie unter kalten Extremitäten leiden, erwärmt Sie der Tigerbalsam zuverlässig. Beim Einmassieren beschleunigt er den Blutkreislauf und vermittelt sofort ein Wärmegefühl. Toll im Winter und nach einem langen Spaziergang.
3. Kopfschmerzen
Tragen Sie etwas Balsam auf die Schläfen auf und massieren Sie ihn leicht ein. Menthol und Kampfer wirken kühlend, lösen Spannungen und lindern Schmerzen. Dieser einfache Trick wird seit Generationen weitergegeben.
4. Reisekrankheit
Wenn Ihnen im Auto oder Bus schlecht wird, riechen Sie am Tigerbalsam. Sein intensiver Duft ätherischer Öle hilft, Übelkeit zu unterdrücken und beruhigt den Magen.
5. Vertreibt Insekten
Tigerbalsam vertreibt Moskitos und Fliegen ausgezeichnet. Stellen Sie ihn einfach offen in der Nähe eines Fensters auf oder tragen Sie eine kleine Menge auf die Haut auf. Der natürliche Duft von Menthol und Eukalyptus schreckt Insekten zuverlässig ab.
6. Mückenstiche
Bei einem Mückenstich tragen Sie eine kleine Menge des Balsams auf die betroffene Stelle auf. Er lindert sofort Juckreiz, Rötung und Schmerz. Dank entzündungshemmender Stoffe beruhigt er die Haut und fördert die schnellere Heilung.
Warum Tigerbalsam wirkt
Die Wirksamkeit des Balsams beruht auf seiner natürlichen Zusammensetzung. Jede Zutat hat eine spezifische Wirkung – einige erwärmen, andere kühlen und wieder andere wirken desinfizierend. Es gibt verschiedene Arten von Tigerbalsam – am bekanntesten sind weiß (milder) und rot (stärker und wärmender).
- Kampfer: fördert die Durchblutung und erwärmt die Haut
- Menthol: kühlt und befreit die Atemwege
- Nelkenöl: wirkt antiseptisch und lindert Schmerzen
- Eukalyptusöl: hilft bei Erkältungen und Entzündungen
- Zimtöl: fördert die Durchblutung und verbessert die Regeneration
- Vaseline und Paraffin: sorgen für einfache Anwendung und Hydratation der Haut
Wie Sie ihn sicher verwenden
Der Tigerbalsam ist nur für die äußere Anwendung bestimmt. Vermeiden Sie den Kontakt mit den Augen und offenen Wunden. Waschen Sie nach der Anwendung immer die Hände. Bei empfindlicher Haut empfehlen wir, zunächst eine kleine Menge zu testen.
Fazit
Tigerbalsam ist ein kleiner, aber kraftvoller Helfer, der seinen Platz in jedem Haushalt verdient. Er hilft bei Kopfschmerzen, Schnupfen, Erkältungen, Muskelverspannungen und Insektenstichen. Obwohl er nur ein paar Kronen kostet, sind seine Wirkungen unbezahlbar. Vielleicht ist es an der Zeit, den Zauber dieses legendären Balsams wiederzuentdecken, den unsere Großmütter so gut kannten.
