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Endlich ist es also passiert. Der Arzt hat Ihnen endlich eine Diagnose gestellt. Nach Jahren der Müdigkeit, Schmerzen, des Nebels im Kopf und insgesamt schlechten Gefühls haben Sie endlich eine Antwort. Sie haben eine Autoimmunerkrankung.
Vielleicht handelt es sich um Multiple Sklerose (Sklerose multiplex), Zöliakie, Lupus, rheumatoide Arthritis oder eine andere Erkrankung.
Und jetzt wissen Sie, was mit Ihnen ist. Diese Diagnose haben Sie lange gesucht, und es scheint, als würde nun alles endlich in Ordnung kommen.
Eine Diagnose bedeutet jedoch nicht nur Antworten. Sie bedeutet zugleich einen verfügbaren Behandlungsplan. Oder etwa nicht?
Zunehmende Häufigkeit von Autoimmunerkrankungen
Heutzutage hat fast jeder zehnte Mensch irgendeine Autoimmunerkrankung und jeder sechste fühlt sich über viele Jahre hinweg aufgrund ständiger Müdigkeit oder Schmerzen schlecht. Die Symptome dieser Erkrankungen sind jedoch oft nicht stark genug, um eine Diagnose zu stellen.
Insgesamt bedeutet das, dass etwa jeder vierte Mensch Zellen des Immunsystems in sich trägt, die eigenes Gewebe angreifen und Organschäden verursachen.
Die Forschung hat die genaue Ursache des Anstiegs der Autoimmunerkrankungen noch nicht vollständig aufgeklärt; heute gibt es jedoch mehr als 140 verschiedene Diagnosen, die in diese Kategorie fallen. Diese Zahl steigt von Jahr zu Jahr.
Ärzte erklären Ihnen meist, dass das Immunsystem die eigenen Zellen angreift, weil es sie für Fremdkörper hält. Obwohl nicht klar ist, warum das geschieht, ist die Folge eine fortschreitende Schädigung von Organen (zum Beispiel Nieren, Herz oder Gehirn) und Geweben (wie Gelenke und Haut).
Behandlung von Autoimmunerkrankungen und ihre Nebenwirkungen
Nach der Diagnose bietet Ihnen der Arzt in der Regel eine Behandlung an, die immunsuppressive Medikamente umfasst. Diese Medikamente hindern das Immunsystem daran, den eigenen Körper anzugreifen, heilen die Krankheit aber nicht.
Die ursprünglichen Medikamente gegen Autoimmunerkrankungen waren schwache Gifte, die die rasche Vermehrung von Immunzellen verhinderten. Heute gibt es wirkungsvollere Medikamente auf dem Markt, die bestimmte Phasen der Immunreaktion blockieren. Deren Preis liegt zwischen 1000 und 45000 Dollar pro Monatskur, was sich viele Menschen nicht leisten können.
Zu den Nebenwirkungen dieser Medikamente können Müdigkeit, Schmerzen im Mund, Herzrhythmusstörungen oder lebensbedrohliche Infektionen gehören. Die Behandlung berücksichtigt daher oft nicht die breiteren Faktoren, die Ihren Gesundheitszustand beeinflussen können.
Was Ihnen Ärzte wahrscheinlich nicht sagen
Ärzte erwähnen Ihnen oft nicht die hunderten Studien, die bestätigen, dass Autoimmunerkrankungen das Ergebnis einer komplexen Wechselwirkung zwischen genetischen Faktoren und der Umwelt sind. Während die Genetik das Risiko für Autoimmunität leicht erhöhen kann, ist der Hauptfaktor der Lebensstil.
Man schätzt, dass 70 bis 95 % des Risikos, eine Autoimmunerkrankung zu entwickeln, dadurch bestimmt werden, wie Sie leben: was Sie essen, wie Sie sich bewegen, welche Giftstoffe Sie einatmen und welchen Stress Sie erleben.
Diese Erkenntnisse könnten entscheidend sein, wenn Sie Ihren Gesundheitszustand verändern möchten. Medikamente beheben in der Regel nicht die Ursachen der Erkrankung, wie etwa Gifte, Pestizide und Chemikalien, die Ihr Immunsystem beeinflussen können.
Wie man Autoimmunerkrankungen vorbeugt und behandelt
Ihre Gesundheit hängt von einer optimalen Umgebung für Ihre Zellen ab. Um Gesundheit und Vitalität zu verbessern, sollten Sie:
- Eine nährstoffreiche Ernährung zu sich nehmen (idealerweise in Bio-Qualität) und Allergene vermeiden.
- Die Exposition gegenüber toxischen Stoffen reduzieren.
- Den Körper entgiften.
- Regelmäßig trainieren und die Muskeln aktiv nutzen.
- Die Spiegel der Stresshormone kontrollieren.
- Zwischenmenschliche Beziehungen aufbauen und pflegen.
Die Befolgung dieser Schritte stellt den effektivsten Weg dar, die Symptome von Autoimmunerkrankungen zu lindern. Durch eine Änderung des Lebensstils können wir bis zu 95 % der Ursachen dieser Erkrankungen beseitigen und so die allgemeine Gesundheit verbessern.