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Viele Menschen betrachten ihn heute nur als gewöhnliches Unkraut, das am Wegesrand wächst. In Wirklichkeit ist der Wegerich (Plantago) eine der wertvollsten Heilpflanzen der Welt, die in der Volksmedizin seit Jahrhunderten verwendet wird. Man findet ihn fast überall – auf Wiesen, in Gärten und auf Gehwegen – und dennoch wird seine Wirkung oft vergessen.
Warum Sie den Wegerich kennen sollten
Wegerich kommt in mehreren Arten vor, am bekanntesten sind der Spitzwegerich und der Große Wegerich. Beide werden in der Kräuterkunde genutzt, allerdings wird der Große Wegerich mit breiten Blättern wegen seiner höheren Wirksamkeit bevorzugt.
Er enthält reichlich Kalzium, Vitamin K, Vitamin A und C sowie eine Reihe von Mineralien, die das Immunsystem stärken und zur Gesundheit der Gefäße und Knochen beitragen.
Heilwirkungen des Wegerichs
Wegerich ist ein natürliches Antibiotikum und entzündungshemmendes Kraut. Er wirkt vielseitig – innerlich wie äußerlich:
- Atemwege: Er hilft bei Husten, Bronchitis und Halsschmerzen. Er ist Bestandteil vieler Sirupe.
- Wunden und Haut: Ein frisches Wegerichblatt wird traditionell auf Wunden, Insektenstiche oder Verbrennungen aufgelegt – es wirkt desinfizierend und beschleunigt die Heilung.
- Verdauung: Es unterstützt die Tätigkeit von Magen und Darm, hilft bei Entzündungen und Durchfall.
- Immunsystem: Dank des hohen Gehalts an Vitamin C und Antioxidantien stärkt es die Abwehrkräfte.
Zwei klinische Studien aus Bulgarien bestätigten, dass der Wegerich auch bei chronischer Bronchitis wirksam ist, weil er einen Schutzfilm auf den Schleimhäuten bildet und die Reizung vermindert.
Wie man Wegerichtee zubereitet
Wegerich kann nicht nur frisch, sondern auch getrocknet verwendet werden. Wegerichtee ist einfach und wirksam.
Zutaten:
- 1 Esslöffel frischer oder getrockneter Blätter
- 1 Tasse heißes Wasser
- Honig nach Geschmack
Zubereitung: Übergießen Sie die Blätter mit kochendem Wasser, lassen Sie sie 10 Minuten ziehen und dann abseihen. Man kann mit Honig süßen, der die Wirkung gegen Husten und Erkältung unterstützt.
Anwendung: Trinken Sie 1–2 Tassen täglich bei Erkältung, Grippe oder Magenbeschwerden. Der Tee eignet sich auch als Gurgellösung oder als Umschlag für die Haut.
Weitere Verwendungsmöglichkeiten des Wegerichs
- Umschläge: Ein frisches Blatt einfach leicht zerdrücken und auf die Wunde legen.
- Tonikum: Ein Absud aus den Blättern kann zum Waschen von Haut mit Neigung zu Akne oder Ekzemen verwendet werden.
- Sirup: Aus frischen Blättern und Honig kann ein hausgemachter Wegerichsirup gegen Husten hergestellt werden.
Hinweis
Obwohl Wegerich sicher ist, wird schwangeren und stillenden Frauen von der Einnahme in größeren Mengen abgeraten, da für diese Anwendung nicht ausreichend Studien vorliegen.
Fazit
Wegerich ist eine der besten Heilpflanzen, die wir buchstäblich „zur Hand“ haben. Trotzdem halten viele ihn für Unkraut. Wenn Sie lernen, seine Wirkungen zu nutzen, kann er erste Hilfe bei Husten, Wunden, Verdauungsbeschwerden und geschwächtem Immunsystem sein.
Vergessen Sie nicht – die Natur bietet Lösungen, die wir manchmal zu Unrecht vergessen haben.
