Wermutsalbe: Vergessenes Rezept unserer Vorfahren für gesunde Haut und Linderung bei Gelenkbeschwerden

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Jan , 02. 01. 2026

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Echter Wermut (Artemisia absinthium) gehört zu den ältesten und wertvollsten Heilkräutern, die unsere Vorfahren kannten. Schon in alten Zeiten galt er als mächtiger Helfer bei verschiedenen Gesundheitsbeschwerden – von Verdauungsproblemen bis zur Pflege von Gelenken und Haut. Eine der traditionellen Verwendungsformen war die hausgemachte Wermutsalbe, die bei Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen und Hautproblemen angewendet wurde. Dieses vergessene Rezept hat auch heute noch einiges zu bieten.

Wirkungen der Wermutsalbe

Der echte Wermut enthält Wirkstoffe wie Bitterstoffe, ätherische Öle (Thujon, Cineol, Pinen), Flavonoide und Gerbstoffe. Dadurch hat eine aus diesem Kraut hergestellte Salbe vielfältige Anwendungsmöglichkeiten:

  • Linderung für Gelenke und Muskeln – lindert Schmerzen, Steifheit und Entzündungen.
  • Hautpflege – hilft bei Ekzemen, Schuppenflechte, Ausschlägen und kleineren Wunden.
  • Durchblutungsförderung – eine Massage mit der Salbe regt den Blutkreislauf an und erwärmt die Muskeln.
  • Antibakterielle Wirkungen – reinigt die Haut und unterstützt deren Regeneration.

Traditionelles Rezept für Wermutsalbe

Die Zubereitung der Salbe ist einfach und gelingt jedem.

Zutaten:

  • 100 g frische oder getrocknete Blätter des echten Wermuts
  • 200 g Schmalz (für die vegane Version Kokosöl)
  • 20 g Bienenwachs

Zubereitung:

  1. Die gehackten Wermutblätter in das erhitzte Fett geben.
  2. Bei sehr schwacher Hitze etwa 30 Minuten ziehen lassen und gelegentlich umrühren.
  3. Die Mischung durch ein Tuch abseihen.
  4. Bienenwachs einrühren und noch warm in Gläser füllen.
  5. Abkühlen lassen und kühl und dunkel aufbewahren.

Wie man die Wermutsalbe anwendet

  • Bei Gelenken und Muskeln: 2–3× täglich in die schmerzende Stelle einreiben.
  • Bei Hautproblemen: eine dünne Schicht auf die betroffene Stelle auftragen.
  • Zur Förderung der Durchblutung: vor dem Schlafengehen in die Beine einmassieren.

Kontraindikationen und Sicherheit

Wermut ist ein starkes Kraut, daher ist Vorsicht geboten:

  • Nicht auf offenen Wunden anwenden.
  • Bei empfindlicher Haut einen Verträglichkeitstest durchführen.
  • Die Salbe ist nicht geeignet für schwangere und stillende Frauen.
  • Bei chronischen Erkrankungen die Anwendung mit einem Arzt besprechen.

Fazit

Wermutsalbe ist ein Beweis dafür, dass die Rezepte unserer Großeltern auch in der modernen Zeit weiterhin sinnvoll sind. Richtig zubereitet kann die Salbe Gelenken und Muskeln Linderung verschaffen, bei Hautproblemen helfen und insgesamt die Regeneration des Körpers unterstützen. Wenn Sie einen natürlichen Weg zur Pflege Ihrer Gesundheit suchen, sollte der echte Wermut ein Kraut sein, das Ihnen nicht fehlen sollte.