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Haben Sie sich schon einmal gefragt, wozu uns bestimmte Körperteile dienen? Zum Beispiel die Weisheitszähne, mit denen es meistens nur Probleme gibt. Warum haben wir sie?
In dem ersten Kapitel des Buches The Descent of Man von Charles Darwin erwähnt Charles mehrere Teile des menschlichen Körpers, die er als völlig lebensunnotwendig oder zumindest nahezu überflüssig bezeichnete, doch seine Aufzählung war bei weitem nicht so umfangreich. Die Wahrheit ist jedoch, dass unsere Körper voller „Bauteile“ sind, die in unserer Entwicklung wichtig waren, die wir heute aber nicht mehr an unserem Körper benötigen.
1. Körperbehaarung
Es geht nicht um alle Haare. Zum Beispiel helfen Augenbrauen, den Schweiß von unseren Augen fernzuhalten. Haare spielen wiederum eine ziemlich wichtige Rolle bei der Anziehung des anderen Geschlechts. Aber offenbar hat der Großteil der übrigen Körperbehaarung am menschlichen Körper keine Funktion mehr.
2. Äußere Ohrmuskeln
Manche Tiere, wie Kaninchen oder Hunde, können dank dieser Muskeln ihre Ohren unabhängig voneinander bewegen. Auch wir Menschen haben sie noch, sodass manche sozusagen mit den Ohren wackeln können. Diese Muskeln haben für den Menschen jedoch keinerlei Zweck.
3. Weisheitszähne
Früher mussten Menschen Pflanzen und zähes Fleisch kauen, um genügend Nährstoffe und Kalorien zum Überleben zu bekommen. Damals waren sie dafür perfekt geeignet, aber das trifft heute nicht mehr zu. Es ist bekannt, dass heutzutage nur etwa 5 % der Menschen diese Zähne ohne Probleme haben. Wir hoffen, dass dies das erste auf unserer Liste sein wird, das verschwindet.
4. Halsrippen
Zervikale, also Halsrippen, sind Relikte aus der Zeit der Reptilien. Sie kommen immer noch bei weniger als einem Prozent der Bevölkerung vor. Manche Menschen haben sie beispielsweise nur auf der linken oder rechten Seite. Es ist jedoch nichts, was man haben möchte, denn sie verursachen häufig Nerven- und Arterienprobleme.
5. Palmaris-Muskel
Dieser lange und schmale Muskel verläuft vom Ellenbogen bis zum Handgelenk und ist heute bei etwa 11 % der Menschen nicht mehr vorhanden. Dieser Muskel ist wichtig zum Hangeln oder Klettern. Er ist zum Beispiel für Bergsteiger unentbehrlich.
6. Männliche Brustwarzen
Haben Sie sich jemals gefragt, warum Männer ebenfalls Brustwarzen haben? Das liegt daran, dass im frühen Stadium der Entwicklung des menschlichen Embryos das Kind tatsächlich geschlechtsneutral ist. Männern fehlt jedoch das nötige Prolaktin, sodass sie keine Milch produzieren können.
7. Glatter Muskel
Diese kleinen Muskeln sind beispielsweise bei Tieren wichtig. Sie können damit ihr Fell aufrichten und so ihr Volumen vergrößern, um größer zu wirken. Das dient dazu, ein feindliches Tier abzuschrecken. Menschen haben diese Fähigkeit zwar noch, aber das Einzige, was mit uns passiert, ist, dass wir Gänsehaut bekommen. Damit vertreibt man wohl kaum Feinde, oder?
8. Appendix
Der Appendix, auch Blinddarm genannt, ist ein muskulöser Schlauch, der an den Dickdarm angeschlossen ist. Früher diente er uns als besonderer Bereich, in dem Zellulose verdaut wurde. Das war aber zu Zeiten, als die menschliche Nahrung überwiegend aus pflanzlicher Kost statt aus tierischem Eiweiß bestand.
9. Zehen
Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Menschen in früheren Zeiten mehr auf dem Mittelfuß gegangen und balanciert haben. Heute haben wir unser Gleichgewicht eher in Richtung unseres großen Zehs verlagert. Studien haben außerdem gezeigt, dass sich das Gleichgewichtszentrum weiter nach innen verschiebt. Das bedeutet, dass sich die Menschen früher beim Halten des Gleichgewichts auf ihre Zehen stützten. Das gilt heute längst nicht mehr so sehr, und wenn dieser Trend anhält, werden wir in Zukunft unsere Zehen nicht mehr benötigen.
10. Drittes Augenlid
Dies ist bei den Vorfahren der Vögel und Säugetiere offensichtlich, die eine Membran im Auge haben, welche das Auge beispielsweise vor Staub und anderen kleinen Teilchen schützt. Beim Menschen ist in der inneren Ecke des Auges noch eine winzige Falte als Überrest dieses dritten Augenlids erhalten geblieben.
11. Darwinscher Punkt
Diese kleinen erhabenen Punkte auf der Haut des Ohrs sind auch bei heutigen Menschen sichtbar. Wahrscheinlich sind sie ein Überrest einer größeren Form, die vermutlich dabei half, auch entferntere Geräusche zu fokussieren.
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