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Dill kennen wir vor allem als beliebtes Gewürz für Soßen, Suppen oder beim Einlegen von Gurken. Nur wenige wissen jedoch, dass dieses Heilkräut viel mehr kann als nur Mahlzeiten zu würzen. Schon unsere Vorfahren wussten, dass Dill eine reiche Quelle wertvoller Stoffe ist und deutliche Auswirkungen auf die Gesundheit haben kann. Er wird sogar in mancher Hinsicht als wirksamer als Knoblauch bezeichnet.
Warum Dill so besonders ist
Dill enthält eine ganze Palette an Vitaminen und Mineralstoffen. Man findet darin Vitamin C, E, B-Vitamine, aber auch Eisen, Kalzium, Magnesium, Zink oder Kupfer. Dadurch wirkt er als starker Antioxidans, der die Zellen vor Schäden durch freie Radikale schützt und die Abwehrkräfte des Körpers unterstützt.
- Antioxidans – Vitamin C und E schützen den Körper vor oxidativem Stress.
- Mineralstoffe – Eisen fördert die Blutbildung, Kalzium und Magnesium kommen Knochen und Nervensystem zugute.
- B-Vitamine – sorgen für eine richtige Funktion des Stoffwechsels und der Nerven.
Antibakterielle Wirkungen und Stärkung des Immunsystems
Dill hat nachweislich antibakterielle Eigenschaften. Er hilft, die Vermehrung pathogener Bakterien zu verhindern und stärkt das Immunsystem. Er bewährt sich zum Beispiel bei Zahnfleischentzündungen, Verschleimung oder Husten.
Für schnelle Linderung wird das Kauen von Dillsamen empfohlen, die Bakterien auf der Zunge und im Mund abtöten können.
Dill und Blutdruck
Eine der interessantesten Eigenschaften des Dills ist seine Fähigkeit, gefäßerweiternd zu wirken – also die Gefäße zu erweitern. Ein Stoff namens Apiol beeinflusst das parasympathische Nervensystem und verbessert den Blutfluss. Das Ergebnis ist:
- Senkung des Blutdrucks,
- geringere Belastung für das Herz,
- bessere Durchblutung des Herzmuskels.
Der regelmäßige Verzehr von Dill wird daher Menschen mit hohem Blutdruck empfohlen, aber er ist auch für diejenigen vorteilhaft, die die Gesundheit von Gefäßen und Herz unterstützen möchten.
Dill und Blutzucker
Dill enthält Vanadium – ein Spurenelement, das den Kohlenhydratstoffwechsel unterstützt und eine insulinähnliche Wirkung hat. Dadurch kann er helfen, den Blutzuckerspiegel zu regulieren und gleichzeitig die Cholesterinbildung in der Leber zu reduzieren.
Für Menschen, die mit hohem Blutzuckerspiegel oder Stoffwechselstörungen zu kämpfen haben, ist Dill somit ein willkommener Helfer.
Dill und die Harnwege
Harnwegsinfektionen gehören zu den häufigen Gesundheitsproblemen. Häufigster Verursacher ist das Bakterium E. coli, gegen das Dill sehr wirksam ist. Wenn Sie unter häufigen Entzündungen leiden, können Sie einen Sud aus Dillsamen ausprobieren – entweder als Getränk oder als Zusatz zum Bad.
Rezept für einen Sud: 30 g Dillsamen etwa 15 Minuten in 1 Liter Wasser kochen.
Dilltee – einfaches Rezept
Dill können Sie sich auch in Form von Tee gönnen. Gießen Sie einfach zwei Teelöffel getrockneten Dill oder Blätter mit 3 dl kochendem Wasser auf und lassen Sie ihn mindestens 10 Minuten ziehen. Der Tee hilft bei der Verdauung, unterstützt die Atemwege und beruhigt den Organismus.
Dill als täglicher Helfer
Die regelmäßige Aufnahme von Dill in den Speiseplan kann viele gesundheitliche Vorteile bringen. Er unterstützt die Senkung des Blutdrucks, hilft, den Blutzucker zu regulieren, wirkt antibakteriell und fördert die Verdauung sowie die Harnwege.
Außerdem wird er auch bei Problemen mit Übergewicht, zur Reduktion von Cellulite, bei Entzündungen oder zur Unterstützung der Vitalität eingesetzt. Es ist also eine Heilpflanze, die weit mehr Aufmerksamkeit verdient als nur als Bestandteil einer Dillsoße.
Fazit
Dill wird zu Recht als großer Schatz der Natur angesehen. Er ist preiswert, verfügbar und dennoch sehr wirksam. Wenn Sie ihn nicht nur als Gewürz, sondern auch in Form von Tee oder Sud in Ihren Speiseplan aufnehmen, können Sie einen großen Schritt für Ihre Gesundheit tun.
Was denken Sie – kannten Sie alle heilenden Wirkungen des Dills, oder verwenden Sie ihn bisher nur in der Küche?

