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Liebstöckel (Levisticum officinale) ist ein aromatisches Kraut mit ausgeprägtem Geschmack, das nicht nur in der Küche, sondern auch in der Volksheilkunde Verwendung gefunden hat. Obwohl sein Duft durch das Gewürz „Maggi“ bekannt ist, wissen viele Menschen noch immer nicht, wie vielfältig seine Anwendung für die Gesundheit ist. Liebstöckel kann die Verdauung unterstützen, bei Allergien helfen, den Hautzustand verbessern und sogar die Entgiftung des Körpers fördern.
Ursprung und Wissenswertes
Liebstöckel stammt aus Zentralasien, wird aber heute in Europa häufig angebaut. Er erreicht eine Höhe von bis zu 120 cm und lässt sich neben dem Beet auch in einem Topf auf der Fensterbank kultivieren. Früher galt er als „Liebeskraut“ und man glaubte, er habe aphrodisierende Wirkungen und fördere die Fruchtbarkeit. In der Küche werden vor allem die Blätter verwendet, doch auch seine Wurzel und Samen haben heilende Wirkungen.
Gesundheitliche Wirkungen des Liebstöckels
- Unterstützung der Verdauung: Liebstöckel regt die Bildung von Verdauungssäften an, lindert Blähungen und fördert den Appetit.
- Harntreibende Wirkung: Hilft bei der Ausscheidung überschüssigen Wassers aus dem Körper, was bei Ödemen und Bluthochdruck nützlich ist.
- Linderung bei Allergien: Er enthält Quercetin, einen natürlichen Wirkstoff, der als Antihistaminikum wirkt und Allergiesymptome – von Schnupfen bis Juckreiz der Augen – lindern kann.
- Hautpflege: Auflagen aus Blättern helfen bei Akne, Ekzemen und Psoriasis.
- Entgiftung des Körpers: Unterstützt die Ausscheidung von Schadstoffen und verbessert die Nierenfunktion.
- Wirkung gegen Bakterien: Hat natürliche antibiotische Eigenschaften und kann bei Infektionen durch E. coli oder Salmonellen helfen.
Wie man Liebstöckel verwendet
Liebstöckel ist ein vielseitiger Helfer, der sowohl in der Küche als auch für hausgemachte Heilrezepte geeignet ist:
- In der Küche: Frische oder getrocknete Blätter eignen sich für Suppen, Brühen, Soßen, Kartoffelgerichte und Fleischgerichte. Sie verleihen ihnen einen unverwechselbaren Geschmack und Aroma.
- Tee aus der Wurzel: Übergießen Sie einen Teelöffel getrockneter Wurzel mit 250 ml heißem Wasser, lassen Sie 10 Minuten ziehen und trinken Sie ihn bei Verdauungsbeschwerden.
- Auflagen aus Blättern: Gekochte Blätter leicht abkühlen lassen und bei Hautproblemen auf die betroffenen Stellen auflegen.
- Tinktur: Wird durch Mazeration der zerkleinerten Wurzel in Alkohol hergestellt und zur inneren sowie äußeren Anwendung verwendet.
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Anbau des Liebstöckels
Liebstöckel ist eine anspruchslose Staude, die einen sonnigen Standort und durchlässigen Boden benötigt. Er wächst schnell und kann bereits einige Monate nach der Aussaat geerntet werden. Die Blätter lassen sich trocknen oder einfrieren für eine ganzjährige Nutzung. Die Wurzel wird im Herbst des zweiten Jahres der Kultivierung geerntet.
Warnhinweis
Bei übermäßigem Verzehr kann Liebstöckel die Nieren reizen, daher sollte er maßvoll verwendet werden, insbesondere bei Menschen mit Erkrankungen des Harntrakts. Schwangere Frauen sollten Liebstöckel meiden, da er Wehen auslösen kann.
Fazit
Liebstöckel ist ein Kraut, das mehr Aufmerksamkeit verdient. Es ist nicht nur ein hervorragendes Würzmittel für Speisen, sondern auch ein wirkungsvoller Helfer für die Gesundheit – von der Unterstützung der Verdauung über Linderung bei Allergien bis hin zur Hautpflege. Wenn Sie nach einer natürlichen Methode suchen, Ihre Gesundheit zu verbessern und Ihren Speiseplan zu bereichern, sollte Liebstöckel in Ihrem Haushalt auf keinen Fall fehlen.
Dieser Artikel hat nur informativen Charakter und ersetzt keine professionelle medizinische Betreuung.