Blüht der Weihnachtskaktus nicht? 6 Tipps, wie Sie ihn pflegen, damit damit er schön blüht

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Jan , 02. 01. 2026

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Der Weihnachtskaktus, auch bekannt als Schlumbergera, gehört zu den beliebtesten Zimmerpflanzen der Winterzeit. Seine prachtvollen Blüten können das Zuhause genau dann zum Strahlen bringen, wenn draußen Kälte und Dämmerung herrschen. Diese Pflanze ist ein Symbol winterlichen Wohlbefindens, doch viele Gärtner stehen vor dem Problem – der Kaktus wächst zwar, blüht aber nicht. Ursache ist häufig ungeeignete Pflege oder das Fehlen bestimmter Bedingungen, die die Blütenbildung fördern.

Die richtige Pflege des Weihnachtskaktus unterscheidet sich von der klassischer Kakteen. Diese Art stammt aus den tropischen Regionen Brasiliens, wo sie als Epiphyt wächst – also eine auf Bäumen lebende Pflanze, die Feuchtigkeit, Schatten und einen regelmäßigen Wechsel zwischen Wachstums- und Ruhephase benötigt. Wenn Sie ihr auch zu Hause eine ähnliche Umgebung schaffen können, wird sie Sie mit reicher Blüte belohnen.

1. Zu wenig Licht

Der Weihnachtskaktus braucht ausreichend diffuses Licht, um genügend Kraft zur Bildung von Knospen zu haben. Steht er über lange Zeit im Halbschatten, fehlen ihm die Energie und die Blüten bilden sich einfach nicht. Am besten wächst er auf einem Ost- oder Westfenster, wo er sanftes, indirektes Licht erhält. Dagegen ist ein Nordfenster zu dunkel und südliche Sonne kann seine Blätter verbrennen. In der Zeit der Knospenbildung (Oktober–November) gönnen Sie ihm 8–10 Stunden Tageslicht, lassen Sie ihn den restlichen Tag im Halbdunkel. Gerade der Wechsel von Licht und Dunkelheit stimuliert die Blütenbildung.

2. Falsche Temperatur

Viele Menschen denken, der Weihnachtskaktus brauche ständig Wärme, aber das Gegenteil ist der Fall. Für üppige Blüte muss er eine Phase niedrigerer Temperaturen durchlaufen, idealerweise zwischen 12–15 °C. Dieses kühlere Regime hilft der Pflanze, Knospen zu bilden und sich auf die Winterblüte vorzubereiten. Sobald die Knospen erscheinen, stellen Sie die Pflanze in einen wärmeren Raum mit etwa 18–20 °C. Vermeiden Sie jedoch plötzliche Temperaturschwankungen, denn das kann zum Abfallen der Knospen führen.

3. Zu häufiges Gießen

Der Weihnachtskaktus ist zwar kein klassischer Wüstenkaktus, verträgt aber keine Staunässe. Seine Wurzeln sind zart und faulen leicht, wenn Wasser im Topf steht. Gießen Sie erst, wenn die oberste Schicht der Erde leicht angetrocknet ist. Verwenden Sie zum Gießen lauwarmes, abgestandenes Wasser – am besten Regenwasser. In der Ruhezeit reduzieren Sie das Gießen auf ein Minimum. Überwässerung kann die Pflanze so schwächen, dass sie aufhört zu blühen und zu verkümmern beginnt.

4. Mangel an Ruhe

Damit der Weihnachtskaktus üppig blüht, braucht er jedes Jahr 6–8 Wochen Ruhe. Ab September oder Oktober stellen Sie ihn in einen kühleren Raum mit etwa 12–15 °C, reduzieren Sie das Gießen und verzichten Sie vollständig auf das Düngen. Diese Phase ist für die Pflanze wichtig – genau in dieser Zeit werden die Grundlagen neuer Knospen gelegt. Sobald die Knospen zu wachsen beginnen, stellen Sie die Pflanze an einen helleren Platz und beginnen wieder mit leichtem Gießen.

5. Mangel an Nährstoffen

Die Bildung von Blüten ist für die Pflanze energetisch aufwendig, und wenn nicht genug Nährstoffe vorhanden sind, bilden sich die Knospen einfach nicht. Während des aktiven Wachstums (Frühling bis Sommer) düngen Sie sie regelmäßig alle zwei Wochen mit einem Dünger mit höherem Phosphor- und Kaliumanteil, der die Blütenbildung fördert. Vermeiden Sie Dünger mit hohem Stickstoffgehalt – diese fördern das Blattwachstum, hemmen aber die Blüte. Im Herbst stellen Sie das Düngen ein, damit die Pflanze in die Ruhephase übergehen kann.

6. Hausgemachter Hefedünger

Wenn Sie die Blüte auf natürliche Weise unterstützen möchten, können Sie einen hausgemachten Hefedünger ausprobieren, der der Pflanze B-Vitamine, Mineralien und Enzyme liefert. Dieses natürliche Mittel fördert sowohl das Wachstum als auch die Knospenbildung.

Wie Sie ihn zubereiten:
  • 10 g frische Hefe in 1 Liter lauwarmem Wasser auflösen.
  • Mehrere Stunden stehen lassen.
  • Anschließend das Substrat mit der Lösung gießen (nicht die Blätter!).
  • Einmal im Monat während der Wachstumsperiode (Frühling–Sommer) verwenden.

Dieses einfache Hausrezept kann die Vitalität der Pflanze verbessern und dafür sorgen, dass sie jede Wintersaison förmlich mit Blüten übersät ist.

Fazit

Der Weihnachtskaktus ist nicht anspruchsvoll, benötigt aber die Beachtung seines natürlichen Rhythmus – Ruhe-, Wachstums- und Blütephase. Wenn Sie ihm genügend Licht, angemessene Bewässerung, geeignete Temperaturen gönnen und ihn gelegentlich mit Hefe unterstützen, belohnt er Sie mit einer Flut von Blüten genau dann, wenn Sie es am meisten brauchen – zu Weihnachten.