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Diabetes gehört zu den am weitesten verbreiteten chronischen Erkrankungen unserer Zeit, dennoch bemerken viele Menschen ihn viele Jahre lang nicht. In der Tschechischen Republik leben laut Statistik über eine Million Menschen damit – aber jeder Fünfte weiß überhaupt nichts von seiner Diagnose. Erste Symptome können nämlich unauffällig und leicht zu übersehen sein und werden oft Müdigkeit, Stress oder dem Alter zugeschrieben.
Wir sollten jedoch besonders dann aufmerksam werden, wenn sich bestimmte Veränderungen an der Haut zeigen – insbesondere an den Händen, am Bauch oder in Körperfalten. Eine frühzeitige Diagnose kann dabei die Lebensqualität und -dauer entscheidend beeinflussen.
1. Juckende und trockene Haut
Ein hoher Blutzuckerspiegel verursacht Dehydratation des Körpers, was zur Austrocknung der Haut führt. Die Haut kann zu jucken beginnen, gereizt sein und anfällig für Risse oder Infektionen werden. Wenn Ihre Hände, Ihr Bauch oder Ihre Füße ohne ersichtlichen Grund jucken, kann dies ein erstes Zeichen für Diabetes sein.
2. Dunkle Flecken am Körper (acanthosis nigricans)
Dunkle, raue oder samtig braune Flecken treten am häufigsten in Hautfalten auf – am Hals, in den Achseln, an den Ellenbogen, Fingern oder in der Leistengegend. Dieser Zustand heißt acanthosis nigricans und wird oft mit Insulinresistenz in Verbindung gebracht. Bei vielen Menschen ist es ein Warnzeichen des sogenannten Prädiabetes.
3. Gesteigerter Appetit
Bei Insulinmangel kann der Körper Glukose nicht effektiv als Energiequelle nutzen. Das Ergebnis ist ständiger Hunger – sogar nach dem Essen. Wenn Sie häufig starken Appetit verspüren, obwohl Sie regelmäßig essen, kann das ein Anzeichen für sich entwickelnden Diabetes sein.
4. Kribbeln, Stechen und Gefühlsverlust
Ein hoher Blutzuckerspiegel schädigt die Nerven, insbesondere in den Extremitäten. Das Gefühl von Kribbeln, Stechen, Brennen oder sogar Gefühlsverlust in Händen und Füßen ist ein typisches Symptom der diabetischen Neuropathie. Wenn diese Symptome ignoriert werden, kann es zu dauerhaften Schäden am Nervensystem kommen.
5. Häufiges Wasserlassen und übermäßiger Durst
Der Körper versucht, überschüssigen Zucker durch vermehrtes Urinieren loszuwerden. Dabei verliert er Flüssigkeit und es entsteht ein ständiges Durstgefühl. Wenn Sie öfter als 6–7× täglich urinieren und gleichzeitig unter Mundtrockenheit leiden, kann es an der Zeit sein, Ihren Blutzuckerspiegel überprüfen zu lassen.
6. Müdigkeit und Schwäche
Energiedefizit in den Zellen, Dehydratation und gestörter Stoffwechsel führen zu anhaltender Müdigkeit, die auch durch Schlaf oder Ruhe nicht verschwindet. Häufige Begleiterscheinungen sind verminderte Leistungsfähigkeit oder Konzentrationsstörungen.
7. Verschwommenes Sehen
Schwankungen des Glukosespiegels beeinflussen auch die Struktur der Augenlinse und der intraokularen Flüssigkeit. Das kann zu verschwommenem Sehen, Problemen beim Fokussieren oder einem nebligen Blick führen. Bei langfristig unbehandeltem Diabetes droht auch eine dauerhafte Schädigung des Sehvermögens.
8. Ungewollter Gewichtsverlust
Ohne Zugang zu Glukose beginnt der Körper, Fett und Muskelmasse zu verbrennen. Das Ergebnis ist eine plötzliche und ungewollte Gewichtsabnahme, und das trotz normalem oder gesteigertem Appetit. Dieses Symptom tritt häufig bei Typ-1-Diabetes auf, ist aber auch bei Typ 2 nicht ungewöhnlich.
9. Langsame Wundheilung
Zu viel Zucker im Blut verlangsamt die regenerativen Fähigkeiten des Körpers. Kleinere Verletzungen – insbesondere an den Füßen – können wochenlang brauchen, um zu heilen, und sind anfällig für Infektionen. In extremen Fällen kann es bis zur Entstehung von Geschwüren oder zur Notwendigkeit einer Amputation kommen.
Warum ist eine frühzeitige Diagnose so wichtig?
Viele Menschen leben mehrere Jahre mit Prädiabetes oder unentdecktem Diabetes. Leider kann es in dieser Zeit bereits zu irreversiblen Schäden an Gefäßen, Nerven und Organen kommen. Zu den häufigsten Komplikationen gehören Nierenversagen, Herzinfarkt, Schlaganfall, Erblindung und Amputationen der unteren Extremitäten.
Wussten Sie, dass…
- in der Tschechischen Republik jährlich über 50 000 neue Fälle von Diabetes diagnostiziert werden?
- fast 40 % der Patienten die Erkrankung nicht unter Kontrolle haben?
Was können Sie zur Vorbeugung tun?
Eine entscheidende Rolle spielt der Lebensstil:
- gesunde Ernährung mit geringem Zuckergehalt und wenigen einfachen Kohlenhydraten
- regelmäßige Bewegung (mindestens 30 Minuten täglich)
- ausreichend Schlaf und Stressreduktion
- regelmäßige Kontrollen beim Arzt und Messung des Glukosespiegels
Moderne Technologien wie Blutzuckermessgeräte, Sensoren oder mobile Apps ermöglichen es Ihnen, den Blutzuckerspiegel unter Kontrolle zu halten. Dennoch ist es wichtig, mit dem Arzt zusammenzuarbeiten, da die Behandlung individuell angepasst werden muss.
Abschließend
Diabetes ist nicht das Ende. Dank richtiger Betreuung, frühzeitiger Diagnose und aktivem Vorgehen können Sie ein langes, erfülltes und qualitativ hochwertiges Leben führen. Hören Sie auf Ihren Körper, achten Sie auf Warnzeichen und scheuen Sie sich nicht, fachliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.
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Hinweis
Dieser Artikel dient nicht als medizinischer Rat. Bei gesundheitlichen Problemen wenden Sie sich stets an Ihren Arzt oder eine qualifizierte medizinische Fachkraft.
