Möchten Sie mit dem Rauchen aufhören? Diese Pflanze kann eine nützliche Krücke sein (aber kein Wundermittel). Wie man sie sicher anwendet

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Jan , 02. 01. 2026

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Das Verlangen nach einer Zigarette ist eine Kombination aus Nikotinabhängigkeit und erlernten Ritualen – Pause, Kaffee, Hand vorm Mund. Deshalb ist das Aufhören selbst für Entschlossene schwer. In den letzten Jahren taucht häufig der Tipp auf Stevia (Stevia rebaudiana): angeblich „okamžitě potlačí chuť na cigaretu“. Wie schneidet Stevia wirklich ab, wie lässt sie sich sinnvoll einsetzen und worauf sollte man achten?

Was wir wirklich über Stevia wissen

  • Sicherheit und Dosisgrenzen: Für Steviol-Glykoside wurde eine akzeptable tägliche Aufnahme (ADI) 0–4 mg/kg Körpergewicht/Tag in Steviol-Äquivalenten festgelegt. Bei üblicher Anwendung gilt Stevia für Erwachsene als sicher.
  • Häufige Vorteile: Hilft, die Zuckeraufnahme ohne Kalorien zu reduzieren, eignet sich zum Süßen von Getränken und Speisen, hat einen minimalen Einfluss auf die Glykämie.
  • Verlangen nach einer Zigarette: Klinische Belege dafür, dass Stevia zuverlässig das Nikotinverlangen unterdrückt, fehlen bisher. Sie kann aber als rituelle Ersatzhandlung dienen – eine Geschmacksveränderung im Mund im kritischen Moment.
  • Fertilität bei Männern: Tierstudien sind uneinheitlich; beim Menschen fehlen überzeugende Daten. Halten Sie sich an vernünftige Dosen innerhalb der ADI.

Wie man Stevia beim Aufhören einsetzt (praktisch)

1) „Stopper“ für das automatische Greifen zur Zigarette

Immer wenn das Verlangen kommt (nach dem Essen, beim Kaffee, bei Stress): geben Sie 2–3 Tropfen flüssiger Stevia auf die Zunge oder trinken Sie Wasser/leicht gesüßten Tee mit Stevia. Ziel ist eine schnelle Geschmacksveränderung und ein Mikro-Ritual statt des Anzündens.

2) Täglicher Zuckeraustausch

Ersetzen Sie Zucker in Kaffee/Tee, Joghurt, Brei durch Stevia (Tropfen, Pulver, Tabletten). Weniger Zucker = geringere Energieschwankungen und weniger Trigger, die häufig zur Zigarette „als Muntermacher“ führen.

3) „Anti-Zigaretten“-Getränk zum Mitnehmen

Geben Sie ein paar Tropfen Stevia und Zitrone in eine Wasserflasche. Haben Sie sie griffbereit im Auto, bei Meetings, auf langen Fahrten – typische Rauchauslöser.

4) Neues Ritual nach dem Essen

Statt einer Zigarette: Kräutertee leicht mit Stevia gesüßt + kurzer Spaziergang oder Zähneputzen. Schaffen Sie eine Ersatzgewohnheit.

Empfohlene Formen und Dosierung

  • Flüssigextrakt (Tropfen): der schnellste und praktischste „Stopper“ des Verlangens.
  • Pulver/Tabletten: für Kaffee, Tee, Desserts und zum Backen.
  • Wie viel ist vernünftig? Richten Sie sich nach der ADI. Beispiel: für einen 70-kg-Erwachsenen etwa bis zu 280 mg Steviol-Äquivalente/Tag. Auf den Etiketten ist meist der Glycosidgehalt angegeben; folgen Sie den Empfehlungen des Herstellers und übertreiben Sie die Dosen nicht.

Was man zusätzlich tun sollte, damit es wirklich wirkt

  • Nikotin-Ersatztherapie (NRT): Lutschtabletten, Pflaster, Inhalator – helfen, die körperliche Komponente der Abhängigkeit zu behandeln.
  • Verschreibungspflichtige Medikamente: Vareniclin, Bupropion – konsultieren Sie einen Arzt.
  • Kurze Beratungssitzungen/Coaching: erhöhen die Erfolgschance deutlich.
  • Auslöseplan: Schreiben Sie vorher auf, was Sie statt der Zigarette tun werden (Trinken, Atemübungen, Gehen, Stevia-Tropfen).

Häufige Fragen

Kann Stevia die Abhängigkeit „heilen“?
Nein. Es ist ein nützliches Hilfsmittel, um Gelüste zu bewältigen und Zucker zu ersetzen, aber die Abhängigkeit wird durch eine Kombination aus NRT/Medikamenten und Verhaltensarbeit behandelt.

Ist Stevia sicher?
Bei Einhaltung der akzeptablen Dosen gilt sie als sicher. Achten Sie auf die Etiketten, wählen Sie Produkte mit reinen Steviol-Glykosiden und ohne unnötige Füllstoffe.

Wie schnell wirkt es gegen das „Verlangen“?
Bei vielen Menschen hilft eine sofortige Geschmacksveränderung im Mund. Wenn das Verlangen jedoch anhält, verwenden Sie eine taktische Zweikombination: Getränk/Stevia + kurze körperliche Aktivität (Gehen, Atmen).

Wie man Stevia auswählt und lagert

  • Auswahl: klare Zusammensetzung (Steviol-Glykoside – z. B. Rebaudiosid A/M), ohne unnötige Zusatzstoffe; probieren Sie mehrere Marken wegen des Geschmacks.
  • Lagerung: trocken, dunkel und kühl; flüssige Extrakte nach dem Öffnen gut verschließen.

Sicherheit und Kontraindikationen

  • Wenn Sie schwanger sind, stillen, niedrigen Blutdruck haben oder Medikamente gegen Diabetes bzw. Bluthochdruck einnehmen, konsultieren Sie einen Arzt.
  • Bei Allergie gegen Pflanzen der Familie der Korbblütler (Asteraceae) seien Sie vorsichtig.
  • Stevia ersetzt nicht die fachliche Behandlung einer Abhängigkeit noch verschriebene Medikamente.

Fazit: eine clevere Hilfe für den Plan „Ich rauche nicht“

Stevia schaltet das Rauchen nicht von allein aus, kann aber kritische Momente vereinfachen: das Verlangen übertönen, Zucker ersetzen und ein neues Ritual unterstützen. Kombinieren Sie sie mit Methoden, die nachweislich wirken (NRT, Medikamente, Coaching) und mit einem konkreten Auslöseplan. Das ist eine Kombination, die Sinn macht – für Ihre Gesundheit und Ihren Geldbeutel.

Eleuterokok

Eleutherokokk – Adaptogen gegen Stress und für ein starkes Immunsystem

Die Winterzeit setzt dem Immunsystem ordentlich zu. Kürzere Tage, Mangel an Sonnenlicht, Kälte, Stress und häufige Virusinfektionen führen dazu, dass wir uns müde, geschwächt und anfälliger für Krankheiten fühlen. Gerade in dieser Zeit greifen viele Menschen zu natürlichen Mitteln, die den Körper schonend und langfristig unterstützen können.

Eine der Heilpflanzen, die in den letzten Jahren immer mehr Aufmerksamkeit gewinnt, ist der stachlige Eleutherokokk, häufig als Sibirischer Ginseng bezeichnet. Es handelt sich nicht um echten Ginseng, sondern um eine Pflanze mit sehr ähnlichen Wirkungen, insbesondere was die Widerstandsfähigkeit gegenüber Stress, die Unterstützung des Immunsystems und die allgemeine Vitalität angeht.

Was ist Eleutherokokk und woher stammt er

Der Eleutherokokk (Eleutherococcus senticosus) stammt aus Regionen Ostasiens – Sibirien, Nordchina, Korea und Japan. In der traditionellen chinesischen und russischen Medizin wird er seit Hunderten von Jahren verwendet, insbesondere bei Menschen, die körperlicher und psychischer Belastung ausgesetzt sind.

Früher wurde der Eleutherokokk vor allem geschätzt bei:

  • Arbeitern, die unter extremen Bedingungen arbeiten
  • Soldaten und Polarforschern
  • Sportlern
  • Menschen mit langfristiger Erschöpfung

Heute wird der Eleutherokokk zu den sogenannten Adaptogenen gezählt – Substanzen, die dem Organismus helfen, sich besser an Stress und Belastungen anzupassen.

Wie der Eleutherokokk auf den Organismus wirkt

Der Eleutherokokk wirkt nicht sofort wie ein Stimulans, sondern harmonisiert die Körperprozesse allmählich und langfristig. Seine Wirkungen sind sanft, aber stabil.

Zu den Hauptwirkungen des Eleutherokokks gehören:

  • Unterstützung des Immunsystems, insbesondere in der Winterzeit
  • Steigerung der Widerstandsfähigkeit gegenüber Stress
  • Linderung von Müdigkeit und Erschöpfung
  • Unterstützung der mentalen Konzentration
  • Schnellere Regeneration nach einer Krankheit
  • Bessere Widerstandsfähigkeit gegenüber Kälte und Infektionen

Eleutherokokk als winterliche Unterstützung des Immunsystems

Im Winter ist das Immunsystem erhöhten Belastungen ausgesetzt. Der Eleutherokokk unterstützt die Abwehrkräfte vor allem dadurch, dass er die Bildung von Abwehrzellen stimuliert, dem Körper hilft, Stress besser zu bewältigen, und die allgemeine Vitalität fördert.

Im Gegensatz zu schnellen Immunstimulanzien überfordert er den Organismus nicht, sondern arbeitet langfristig und auf natürliche Weise mit ihm.

Wie man Eleutherokokk richtig einnimmt

Tinktur

Die häufigste und sehr wirksame Form. Üblicherweise werden 20–30 Tropfen ein- bis zweimal täglich eingenommen, idealerweise morgens oder vormittags.

Tee aus der Eleutherokokk-Wurzel

Geeignet für diejenigen, die eine sanftere Anwendungsform bevorzugen. Ein Teelöffel getrockneter Wurzel wird 10–15 Minuten gekocht. Der Tee wird einmal täglich getrunken.

Kapseln oder Tabletten

Standardisierte Form mit genauer Dosierung, geeignet für regelmäßige und langfristige Einnahme.

Praktische Tipps für die winterliche Anwendung

  • Nehmen Sie Eleutherokokk in Kuren von 4–8 Wochen ein
  • Nach der Kur eine Pause einlegen
  • Mit ausreichend Schlaf und Bewegung kombinieren
  • Lässt sich gut mit Vitamin C, Zink oder Hagebutte kombinieren
  • Abends nicht einnehmen, kann leicht belebend wirken

Worauf man achten sollte

Der Eleutherokokk gilt allgemein als sicher, dennoch gibt es Situationen, die Vorsicht erfordern.

Wird nicht empfohlen:

  • bei unbehandeltem Bluthochdruck
  • bei akuten fieberhaften Erkrankungen
  • in der Schwangerschaft und während der Stillzeit ohne Rücksprache mit einem Experten

Warum man dem Eleutherokokk gerade im Winter eine Chance geben sollte

Der Winter bedeutet nicht nur Kampf gegen Erkältungen. Es ist eine Zeit, in der der Körper Gleichgewicht, Energie und psychische Widerstandskraft braucht. Der Eleutherokokk wirkt nicht aufdringlich, sondern hilft dem Organismus, effizienter zu funktionieren.

Er ist geeignet für Menschen, die häufig müde sind, unter Druck arbeiten oder das Immunsystem auf natürlichem Wege stärken möchten.

Fazit

Der Eleutherokokk ist eine adaptogene Heilpflanze, die umfassende Unterstützung für das Immunsystem, die Energie und die psychische Widerstandskraft bietet, insbesondere in der herausfordernden Winterzeit. Bei richtiger Anwendung kann sie ein wertvoller Helfer für jeden sein, der dem Körper auf natürliche Weise helfen möchte, die kalten Monate zu bewältigen.

Es handelt sich nicht um ein sofortiges Wundermittel, sondern um eine langfristige und sinnvolle Unterstützung des Organismus.

02. 01. 2026 Jan
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