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Die meisten Pilzsammler würden ihn nie in den Korb legen, obwohl er auf den ersten Blick an den echten Steinpilz erinnert. Die Rede ist vom Gallenröhrling (Bitterröhrling) – einem Pilz, der durch seine ausgeprägte Bitterkeit den Geschmack eines ganzen Gerichts verderben kann. Trotzdem handelt es sich um einen pilzlichen „Schatz“, dem nachgesagt wird, dass er starke krebsbekämpfende Wirkungen hat und auch bei anderen gesundheitlichen Beschwerden helfen kann.
Wie erkennt man den Gallenröhrling?
Den Gallenröhrling finden Sie in unseren Wäldern relativ häufig, am meisten von Juni bis September. Am liebsten wächst er in Nadelwäldern, gelegentlich auch in Mischwäldern. Man kann ihn leicht mit dem Steinpilz verwechseln, weil er diesem äußerlich sehr ähnlich ist. Die Unterschiede sind jedoch deutlich:
- er hat einen dunkel netzartigen Stiel,
- an der Unterseite des Huts hat er <strong;rosa Röhren,
- bei Berührung oder Schnitt wird er rosa,
- und der verlässlichste Test ist das Probieren – er hat einen ausgeprägt bitteren Geschmack.
Gerade wegen dieser Bitterkeit ist er in der Küche nicht beliebt, weil er auch sonst schmackhafte Speisen verderben kann.
Der Bitterröhrling als natürliches Heilmittel
Auch wenn er nicht in Suppe oder Soße passt, hat er in der Volksheilkunde einen unverzichtbaren Platz. Schon unsere Vorfahren wussten, dass man den Gallenröhrling als schnelle Hilfe bei Magenbeschwerden, Übelkeit oder Durchfall einsetzen kann.
Der Pilz wird üblicherweise getrocknet und zu Pulver gemahlen, das direkt eingenommen oder in Gelatinekapseln gefüllt werden kann. Der Geschmack ist sehr bitter, daher ist die zweite Möglichkeit viel angenehmer.
Gegner des Krebses?
Nach älteren Aufzeichnungen wurde der Gallenröhrling in den 80er Jahren sogar von Pharmafirmen in Deutschland aufgekauft. Studien an Labormäusen bestätigten, dass die in diesem Pilz enthaltenen Stoffe starke krebsbekämpfende Wirkungen haben – sie können die Vermehrung gefährlicher Zellen unterdrücken.
Fachleute der Tschechischen Mykologischen Gesellschaft bestätigen, dass diese Eigenschaften tatsächlich real sein können, obwohl das Ausmaß der Wirkungen noch nicht vollständig wissenschaftlich untersucht ist. Dennoch wird der Bitterröhrling zu den Pilzen mit bedeutendem medizinischem Potenzial gezählt.
Wie ihn verwenden?
Der Gallenröhrling ist nicht für die übliche kulinarische Zubereitung geeignet, weil seine Bitterkeit nahezu unerträglich ist. Wenn Sie ihn jedoch aus therapeutischen Gründen ausprobieren möchten, dann:
- sammeln Sie die im Wald gesammelten Pilze und trocknen Sie sie,
- mahlen Sie sie zu Pulver,
- und verwenden Sie sie in kleinen Dosen (zum Beispiel in Kapseln).
Es ist jedoch immer ratsam, einen Fachmann zu konsultieren, bevor Sie den Pilz als Ergänzung zur Behandlung verwenden.
Zusammenfassung
Der Gallenröhrling, auch als Bitterröhrling bekannt, gehört zu den am wenigsten beliebten Pilzen unserer Wälder. Obwohl er nicht gut in die Küche passt, verdienen seine heilenden Wirkungen Aufmerksamkeit. Er enthält Stoffe, die entzündungshemmende und krebsbekämpfende Eigenschaften haben können, und hat sich dadurch zu einem interessanten Naturheilmittel entwickelt. Wenn Sie ihn im Wald finden, werfen Sie ihn auf keinen Fall weg – er kann ein wertvoller Bestandteil Ihrer Hausapotheke werden.
