Vitamin B12: Ein unauffälliger Schutz vor Demenz, Krebs und Müdigkeit. Wissen Sie, ob Sie ausreichend davon haben?

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Jan , 03. 01. 2026

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Viele Menschen ahnen überhaupt nicht, dass ihnen Vitamin B12 fehlt. Dabei kann sein Mangel schwere neurologische Beschwerden, Stimmungsschwankungen und chronische Müdigkeit verursachen. Dieses wichtige Vitamin hat die Fähigkeit Gehirn und Nerven zu schützen, die Blutbildung zu unterstützen und möglicherweise Sie sogar vor schweren Krankheiten zu schützen, wie Krebs, Parkinson oder Alzheimer.

Vitamin B12: Unentbehrlich für Nerven, Blut und das Immunsystem

Vitamin B12 (Kobalamin) ist eines der wichtigsten Vitamine der B-Gruppe. Im menschlichen Körper spielt es eine entscheidende Rolle bei:

  • dem Stoffwechsel von Proteinen, Fetten und Kohlenhydraten,
  • der Bildung roter Blutkörperchen,
  • der DNA-Synthese,
  • dem Schutz des Nervensystems – es gewährleistet die Bildung der Myelinscheide, die Nervenfasern schützt.

Ohne diese Hülle sind die Nerven verwundbar und es können zu neurologische Symptome kommen.

Wie erkennt man einen Vitamin-B12-Mangel? Unterschätzen Sie nicht die ersten Symptome

Hypokobalaminämie – also ein Vitamin-B12-Mangel – zeigt sich nicht sofort. Oft dauert es Monate bis Jahre, bis Symptome auftreten. Diese sind jedoch sehr spezifisch:

  • Kribbeln und Taubheitsgefühle in Händen oder Füßen,
  • Gleichgewichtsverlust, Gehprobleme,
  • Verwirrtheit, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen,
  • Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen,
  • chronische Müdigkeit und Schwäche.

In fortgeschritteneren Fällen kann es zu irreversiblen Schäden am Nervensystem kommen.

B12 schützt vor schweren Krankheiten – einschließlich Krebs

Moderne Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass ein ausreichender Vitamin-B12-Spiegel eine schützende Wirkung gegen mehrere zivilisationsbedingte Erkrankungen haben kann:

  • Alzheimer- und Parkinson-Krankheit,
  • Depressionen und Angststörungen,
  • Krebs des Verdauungstrakts – insbesondere Dickdarm, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse und Enddarm,
  • Brust- und Gebärmutterkrebs – laut einigen Studien kann Kobalamin auch hier das Risiko senken.

Wer ist am stärksten von einem Vitamin-B12-Mangel bedroht?

Oft wird von Veganern gesprochen, die ausschließlich pflanzliche Kost zu sich nehmen. Die Realität ist jedoch komplexer – an einem B12-Mangel können auch folgende Personen leiden:

  • Senioren – bis zu 20 % der Menschen über 65 Jahre leiden an einem Mangel,
  • Personen mit Resorptionsstörungen – Zöliakie, Morbus Crohn, Gastritis,
  • Diabetiker und Menschen mit Xerostomie (verminderte Speichelproduktion),
  • Menschen, die bestimmte Medikamente einnehmen – z. B. Antidepressiva, Antihypertensiva, Opioide,
  • Personen nach Operationen am Verdauungstrakt, insbesondere am Magen.

Die Aufnahme von B12 ist nämlich ein komplizierter Prozess, der nicht nur eine richtige Verdauung, sondern auch die aktive Wirkung von Speichel, Magensäuren und Pankreasenzymen erfordert.

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Die besten Nahrungsquellen für Vitamin B12

Vitamin B12 kommt fast ausschließlich in tierischen Produkten vor. Wenn Sie sich vor einem Mangel schützen möchten, nehmen Sie folgende Lebensmittel in Ihren Speiseplan auf:

  • Innereien – insbesondere Rinderleber (bis zu 71 Mikrogramm pro 85 g Fleisch!), Nieren.
  • Eier – zwei Eier enthalten mehr als 1 Mikrogramm Vitamin B12.
  • Muscheln und Meeresfrüchte – 100 g Muscheln enthalten fast 100 Mikrogramm B12. Als Alternative kann Thunfisch dienen (10 Mikrogramm/100 g).
  • Rotes Fleisch – Rind, Schwein und Lamm.
  • Milchprodukte – Milch, Joghurt, Käse.
  • Angereicherte Lebensmittel – Cerealien, pflanzliche Getränke oder Nahrungsergänzungsmittel mit zugesetztem Vitamin B12.

Veganer sollten regelmäßig ein B12-Nahrungsergänzungsmittel einnehmen oder angereicherte Lebensmittel konsumieren.

Fazit: B12 verdient Ihre Aufmerksamkeit

Ein Vitamin-B12-Mangel ist ein ernstes und zugleich unauffälliges Problem. Er kann jeden betreffen – nicht nur Veganer. Langfristiges Ignorieren der Symptome kann zu einer Verschlechterung der Lebensqualität und zu irreversiblen Schäden am Nervensystem führen. Sorgen Sie für eine regelmäßige Zufuhr von Lebensmitteln, die reich an diesem Vitamin sind, und lassen Sie bei Verdacht auf einen Mangel den B12-Spiegel im Blut messen.

Prävention ist einfach – und kann Sie vor schwerwiegenden Folgen schützen.